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Kitzbüheler Anzeiger
Fußball Kitzbühel St. Johann Derby

Nach eineinhalb Jahren brennt Derbyfeuer wieder

Es sind jene Spiele, auf die sich Fußballfans schon Wochen im Voraus freuen. Wenn St. Johann und Kitzbühel aufeinandertreffen, geht es um weit mehr als nur drei Punkte. Es geht um Prestige, Rivalität und die Frage, wer im Bezirk sportlich die Nase vorne hat. Am Samstag ist es endlich wieder so weit. Das letzte Aufeinandertreffen liegt bereits eineinhalb Jahre zurück. Damals trennten sich die beiden Mannschaften mit einem 1:1-Unentschieden. Danach gingen die Wege der beiden Bezirksrivalen vorerst auseinander.

Und ein Blick in die Statistik zeigt, dass zwischen diesen beiden Mannschaften meist Kleinigkeiten entscheiden. In den bisherigen 14 direkten Duellen fielen insgesamt 43 Tore, im Schnitt also mehr als drei Treffer pro Begegnung. Während St. Johann bislang 15 Treffer erzielte, waren es auf Kitzbüheler Seite 28. Die jüngsten Begegnungen verliefen allerdings äußerst ausgeglichen. Zweimal hintereinander gab es keinen Sieger.

„Dieses Derby ist schon seit Wochen Gesprächsthema in der Mannschaft. An Motivation wird es sicher nicht fehlen.“
Norbert Frey, Trainer St. Johann

Beim SK St. Johann ist die Vorfreude auf das Duell mit dem Nachbarn jedenfalls risesengroß. Für Trainer Norbert Frey braucht es vor einem solchen Spiel keine besonderen Motivationskünste. „So wie ich die Jungs kennengelernt habe, ist so ein Derby selbsterklärend. Wenn das nicht motiviert, dann weiß ich auch nicht“, erklärt der St. Johann-Coach. Sportlich wollen die St. Johanner wieder zurück auf die Siegerstraße. Ein Erfolg ausgerechnet gegen den Bezirksrivalen wäre dafür natürlich die perfekte Gelegenheit. Zumal die St. Johanner in ihrer ersten Regionalliga-West-Saison bereits mehrfach bewiesen haben, dass sie auch gegen etablierte Mannschaften bestehen können.

„Wir sind vorgewarnt. Aber wir sind gut vorbereitet und freuen uns schon sehr auf das Derby.“
Michael Baur, Trainer Kitzbühel

Doch die Gäste aus Kitzbühel haben keineswegs vor, die Punkte freiwillig in St. Johann zu lassen. Trainer Michael Baur kennt die Qualitäten des Aufsteigers und weiß, dass seiner Mannschaft ein hartes Stück Arbeit bevorsteht. „Wir sind vorgewarnt. Die St. Johanner spielen bis jetzt eine klasse Saison. Aber wir sind gut vorbereitet und freuen uns schon auf das Derby“, erklärt Baur.

Auch die Kitzbüheler wissen, dass bei einem Derby die bisherigen Saisonleistungen nur bedingt eine Rolle spielen. Leidenschaft, Zweikampfstärke und der unbedingte Wille, den Nachbarn zu bezwingen, können an solchen Tagen den Unterschied ausmachen. Für beide Mannschaften bietet sich die Gelegenheit, nicht nur wichtige Meisterschaftspunkte zu sammeln, sondern auch ein sportliches Ausrufezeichen im Bezirk zu setzen.

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