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Kitzbüheler Anzeiger
Match for Impact Nummer 2 2026

Eine gute Idee steht erst am Anfang von konkreten Verbesserungen: Das zeigte das jüngste Vernetzungstreffen „Match for Impact“.

Match for Impact: Ideen alleine reichen nicht

Eine Bestellung wird auf Papier geschrieben, fotografiert und per E-Mail weitergeschickt. Das Foto ist digital, der Ablauf bleibt umständlich. Dieses Beispiel aus dem Außendienst brachte beim Netzwerktreffen „Match for Impact“ eine zentrale Herausforderung auf den Punkt: Neue Technik allein macht ein Unternehmen noch nicht zukunftsfähig.

Kürzlich diskutierten die Teilnehmer in der Homebase St. Johann an drei Thementischen über Geschäftsmodelle, Innovation und Veränderung. Barbara Bindl, Stefan Pletzer und Jörg P. Reitmaier lieferten dazu Impulse. Im Mittelpunkt standen konkrete Erfahrungen aus dem Unternehmensalltag.

Zuerst die Aufgaben klären
Reitmaier zeigte, dass Doppelarbeit, unklare Zuständigkeiten und fehlende Informationen Veränderungen oft erschweren. Die Teilnehmer berichteten von Papier, E-Mail und digitalen Anwendungen, die nebeneinander genutzt werden. Eine neue Software löst dieses Durcheinander selten allein. Fazit aus den Gesprächen war, einen konkreten Schwachpunkt auswählen, gemeinsam eine Verbesserung erproben und prüfen, ob sie im Alltag tatsächlich entlastet.
Barbara Bindl rückte die Kunden in den Mittelpunkt. Passt das eigene Angebot noch zu ihren Bedürfnissen? Welche vermeintlichen Gewissheiten wurden bisher nie überprüft?

Eine Teilnehmerin stellte die Idee vor, Kunstwerke gemeinschaftlich zu finanzieren und über eine Verlosung zugänglich zu machen. Die Runde fragte nach Zielgruppe, Preis und Aufwand. Der Vorschlag: zunächst ein einziges Kunstwerk testen und früh mit möglichen Interessenten sprechen. So lässt sich herausfinden, ob die eigene Begeisterung auf Nachfrage trifft.

Klein anfangen, gezielt lernen
Wie sich Bewährtes weiterentwickeln lässt, erläuterte Stefan Pletzer, Geschäftsführer des Kitzbüheler Anzeiger. Die Aufgabe einer Regionalzeitung, Menschen verlässlich mit lokalen Informationen zu erreichen, bleibt. Die Wege haben sich um digitale Kanäle erweitert.

So setzt der Kitzbüheler Anzeiger u.a. auf Bildschirme im öffentlichen Raum, welche zunächst im kleinen Rahmen erprobt und dann ausgebaut wurden. Solche Tests liefern Erfahrungen, bevor größere Investitionen folgen. Dazu gehört allerdings auch, Vorhaben anzupassen oder zu beenden, wenn der erhoffte Nutzen ausbleibt. Die Gespräche zeigten, wie wichtig der Austausch mit anderen ist, um Innovationspotenzial im eigenen Unternehmen zu erkennen.

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