Zum Inhalt springen
Job AnzeigerImpulsTrendig MagazinServus
Kitzbüheler Anzeiger
FH Campus Symbolbild Umfrage

"Ihre Meinung ist gefragt": Bis Anfang Juli läuft die Umfrage.

Bezirk: Erster Schritt zur Vision FH-Campus

Im Bezirk Kitzbühel wird derzeit ausgelotet, ob ein Fachhochschul-Campus sinnvoll umgesetzt werden kann – und wie ein modernes Studien- und Weiterbildungsangebot aussehen müsste, damit es wirklich zur Region passt. Ein solcher Standort könnte Impulsgeber für Innovation sein, junge Menschen stärker an die Region binden, neue Talente anziehen und die Verbindung zwischen Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig stärken. Damit aus einer guten Idee auch ein tragfähiges Konzept werden kann, läuft aktuell eine umfassende Bedarfsanalyse. Hinter dem Projekt steht die Regio³ in Kooperation mit der Wirtschaftskammer, der Stadt Kitzbühel und HUZI Unternehmensberatung.

Fragebogen bis Anfang Juli offen
Im Mittelpunkt steht die Frage, was die Region tatsächlich braucht – aus Sicht von Arbeitgebern, Arbeitnehmern, Schülern, Studierenden, Lehrkräften und der Bevölkerung. Der Fragebogen richtet sich an den gesamten Bezirk und ist noch bis Anfang Juli geöffnet.
„Es geht darum, herauszufinden, wo der Bedarf liegt und ob ein FH-Standort aus Sicht der Region überhaupt gewünscht ist“, erklärt Innovationsmanagerin Jenny Koller. Wichtig sei dabei, die Bevölkerung frühzeitig einzubinden. Frühere Überlegungen in Richtung Hochschulangebot habe es bereits gegeben, nun wolle man den Prozess bewusst breiter aufstellen und von den regionalen Bedürfnissen ausgehen. „Es soll kein Studiengang entstehen, der im ersten Jahr voll ist und im zweiten Jahr leer bleibt. Ein Angebot kann nur dann funktionieren, wenn es aus der Region heraus entwickelt wird“, so Koller.

Der Ansatz ist daher bewusst offen: Am Ende der Analyse kann ein klares Ja stehen – aber ebenso ein Nein. Beides sei legitim, wenn die Entscheidungsgrundlage fundiert sei. Derzeit gehe es zunächst darum, zu klären, welche Themen, Kompetenzen und Rahmenbedingungen für ein zukunftsorientiertes Bildungsangebot im Bezirk Kitzbühel wichtig wären. Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf Schulabgänger, sondern auch auf Arbeitnehmer, die sich berufsbegleitend weiterbilden möchten.

Auswertung und Analysen folgen
Nach Abschluss der Umfrage werden die Ergebnisse ausgewertet. Danach soll geprüft werden, welche Studien- oder Weiterbildungsangebote attraktiv wären, wie ein möglicher Standort gestaltet sein müsste und welche Orte im Bezirk grundsätzlich infrage kommen könnten. In einem weiteren Schritt folgt eine Finanzierungsanalyse: Was würde ein solcher Campus kosten, welche Partner braucht es und wie könnte die Umsetzung gelingen? Gedacht ist dabei nicht an eine eigene Universität oder Fachhochschule, sondern an eine mögliche Außenstelle, die bestehende Strukturen nutzt. Noch aber steht die Region am Anfang. Der erste Schritt lautet: zuhören, auswerten und realistisch prüfen, ob aus der Campus-Idee ein Zukunftsprojekt für den Bezirk Kitzbühel werden kann.

Weitere Artikel: