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Kitzbüheler Anzeiger
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01.06.2023
News  
 

Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten

Mit dem in Mexiko City geborenen und in Wien und Berlin lebenden Künstler Enrique Fuentes präsentiert Galeristin Martina Dorner-Bauer einen Star der Kunstszene, dessen tiefgründige Bilder verzaubern und lange nachhallen.  

Kitzbühel | Schon der Titel „Dialog in Farbe“ mutet auf den ersten Blick etwas mystisch an, denn Farbe ist nicht das, was einem bei Fuentes Bildern als erstes ins Auge springt. Doch der zweite Blick offenbart mehr. Denn das 1980 geborene Ausnahmetalent beschäftigt sich vielschichtig mit den Themen seiner Werke. Neben den vielen Einflüssen aus der Kultur seiner Heimat interessiert er sich auch intensiv für die Literatur, die Mythologie, die Musik und die Philosophie. Darin holt er sich die Essenz, die in seinen Bildern dann einen fesselnden Ausdruck findet. Enrique Fuentes beschreibt es so: „Man versucht manchmal in die Sonne zu schauen und wird blind. In der Nacht gibt es so viel Schönes zu sehen, wie zum Beispiel all die Sterne, man muss nur warten, bis sich die Augen daran gewöhnt haben. Wenn alles perfekt ist, nichts stört, dann gibt es keinen Anlass für Kreativität.“

Das Leben ist nicht immer nur bunt
Und so ist auch der Titel mehr als er auf den ersten Blick scheint, denn es geht um den Dialog und um den Dialog der verschiedenen Arten von Farbe. In starkem Dialog steht die Kunst Fuentes auch mit dem Werk von Arnulf Rainer, dessen Assistent der Mexikaner von 2005 bis 2011 war. Ebenso hat der rege Austausch mit dem Wiener Aktionisten Günter Brus seine Spuren hinterlassen. „Das Leben ist nicht immer nur bunt, das Leben hat ganz viele Schattierungen. Und das ist es, wo Enrique Fuentes in seinem Schaffen ansetzt“, erläutert Galeristin Martina Dorner-Bauer. Und fasst weiter zusammen: „Wir versuchen immer die Kunst zu verstehen und auf einen Punkt hinzuführen. Aber manchmal soll man die Kunst einfach so stehen lassen und als das nehmen, was es ist. Lassen wir die Kunst wirken.“ Gerade den auf den ersten Blick abstrakten Werken von Enrique Fuentes sollte man sich so nähern, denn sie erzählen dem Betrachter beim näheren Hinschauen nicht nur eine, sondern viele Geschichten.

Die Ausstellung des beeindruckenden Künstlers Enrique Fuentes ist noch bis zum 18. Juni in der Galerie Dorner-Bauer, Josef-Pirchl-Straße 10 zu sehen. est

Bilder: 1) Vernissage von Maler-Star Enrique Fuentes in der Galerie Dorner-Bauer. 2) Managerin und Galeristin der Galerie artmoments Marion Fischer, Künstler Enrique Fuentes und Martina Dorner-Bauer (von links). 3) „ICKE“ links und „Die blaue Stunde“ rechts beeindrucken den Betrachter auf mehreren Ebenen. Fotos: Elisabeth Standl

 
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