02.06.2021
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Wild-Nachwuchs braucht Ruhe

Die Wälder im Bezirk verwandeln sich derzeit in eine große Wild-Kinderstube. Die Jägerschaft bittet daher Sportler, Wanderer und vor ­allem Hundebesitzer um erhöhte Rücksicht.  

Kitzbühel | Sie liegen unter Büschen, neben Wegen oder inmitten von Wiesen – Rehkitze. Doch nicht nur die Rehe bekommen derzeit ihre Kitze,  auch beim Rotwild gibt es Nachwuchs. Hasen, aber auch am Boden brütende Vögel, sind in diesen Wochen ebenfalls mit der Aufzucht beschäftigt.

Die meisten Wanderer, sagt Bezirksjägermeister Martin Antretter, wissen inzwischen, wie man sich richtig verhält, wenn man ein Rehkitz findet.

Erhöhte Rücksicht auf Jungwild nehmen
Gerade aufgrund der Corona-Pandemie ist der Drang des Menschen in die Natur zu kommen, vermehrt zu beobachten. Vor allem daher ruft Kitzbühels oberster Jäger Sportler, Wanderer, Hundebesitzer und Bauern zu erhöhter Rücksicht auf, um kein Jungwild zu verschrecken.

Liegen lassen, nicht anfassen oder gar aufnehmen und schon gar nicht mit nach Hause nehmen, lauten die Regeln im Umgang mit dem tierischen Nachwuchs. Rehgeisen legen ihre Kitze in der Regel ab und erwecken dadurch manchmal den Eindruck, dass die Tiere verwaist sind. Das stimmt so nicht. Nach Beendigung der Störung kümmert sich die Geis wieder um ihren schutzbedürftigen Nachwuchs.

Auf Wegen bleiben, keine Abkürzungen nehmen
Antretter ist sich bewusst, dass es oft gar kein böser Wille, sondern eigentlich nur Gedankenlosigkeit ist, wenn Wanderer und Mountainbiker Abkürzungen quer durch das Gelände nehmen und so Tiermütter und -kinder stören. Am besten sei es überhaupt, die Wege in der nächsten Zeit gar nicht zu verlassen, appelliert er.

Hunde an die Leine
„Ganz wichtig ist es auch, dass alle Hunde an die Leine genommen werden“, betont Antretter. Zu verführerisch sind die Gerüche, als dass nicht der folgsamste Hund einmal ausbüchst und dem Wild hinterher stellt. „Wir alle, die wir diese wenigen Grundsätze beherzigen, leisten einen wertvollen Beitrag zum Schutz und zur Erhaltung unserer heimischen Tierwelt“, hofft der Bezirksjägermeister auf Verständnis. mak

 
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