28.05.2016
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Wie der Kunde im Jahr 2030 tickt

Nicht umsonst nannte Stefan Niedermoser, Geschäftsführer des Veranstalters Regionalmanagement regio3, den Einzelhandel ein „Abenteuer“. Beim Impulsabend waren sich die Experten einig: Der Branche steht ein Umbruch bevor.

St. Johann | Zukunftsforscherin Daniela Krautsack und Manfred Riedl von der Abteilung Landesentwicklung und Zukunftsstrategie des Landes Tirol umrissen die Herausforderungen der Zukunft. „Der Kunde im Jahr 2030 ist mobiler, auch in der Kommunikation“, skizziert Krautsack. Auch Riedl sieht den Online-Bereich als wesentlichen Faktor in der Entwicklung der Branche.

Aussterben des Ortskerns verhindern

„In zehn Jahren ging die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte in Tirol um 13 Prozent zurück, gleichzeitig stieg die Verkaufsfläche um acht Prozent an“, ergänzt Riedl. Innerorts allerdings nahmen die Verkaufsflächen ab. Daher gilt es auch in Zukunft, die Ortskerne lebendig zu erhalten. Um dies zu erreichen, kann man sich einiger Trends bedienen, die den Käufer der Zukunft beschäftigen – etwa die Themen Nachhaltigkeit, Regionalität oder Sport und Wellness. Auch Daniela Krautsack ist überzeugt, dass sich künftig Kunden über „Story-Telling“, also Geschichten und Markenbildung für die kleinen Geschäfte im Ortskern, lukrieren lassen.

Online-Thema wird immer wichtiger

Übrigens sieht die derzeitige Lage im Gastgeber-Standort St. Johann nicht so schlecht aus, wie Marije Moors vom Ortsmarketing bestätigt. Entgegen dem tirolweiten Trend wird das örtliche Zentrum immer lebendiger: „In den vergangenen Jahren sind immer mehr inhabergeführte Läden bei uns dazu gekommen. Das wird in Zukunft unsere Stärke sein.“

Die Käuferschicht, die im Bezirk Kitzbühel vorzufinden ist, stellt für Manfred Riedl einen Spezialfall in Tirol dar: „Wir haben einen verdichteten Lebensraum mit starkem Tourismus und vielen Freizeitwohnsitzen.“ Daher findet sich neben den Einheimischen auch „klassisch-städtisches“ Publikum. Die Unternehmer sollten dem durchaus Rechnung tragen.
Nicht am Online-Thema vorbei kommt der Einzelhandel der Zukunft, das ist auch Daniela Krautsacks Resümee.
In diese Schiene spielt auch die regionale Online-Plattform „Kitzshop-Tirol“ hinein, die Stefan Niedermoser nochmals den Anwesenden in seinem Referat näherbrachte. Elisabeth Galehr

Bild: Beim Impulsabend stellten Manfred Riedl, Marije Moors, Daniela Krautsack und Stefan Niedermoser (v.l.) ihre Expertisen vor. Foto: Galehr

 
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