Kitzbüheler Anzeiger
25.11.2021
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Wer hat Lust auf ein Battle?

Letztes Wochenende fand die Eröffnung  „Battle of Art“ statt. Besucher dürfen sich  auf eine Ausstellung der etwas anderen Art freuen und auf einen einmaligen Preis hoffen.

St. Johann |  Schon beim Betreten des Ateliers, das zugleich Galerie ist, muss man stehen bleiben und sich umsehen. Die Räumlichkeiten haben etwas Loftartiges, strahlen aber zugleich Behaglichkeit aus. Nicht nur die Bilder stechen ins Auge, sondern auch ausgewähltes und klassisch-schönes Mobiliar.
Der St. Johanner Architekt Bernhard Embacher hat sich mit dem „Kunstwerk“ einen Traum erfüllt und Räumlichkeiten für sein kreatives Schaffen gefunden, die er nach seinen Bedürfnissen gestaltete.

„Battle of Art“
Die Ausstellung, die erste „Battle of Art“ zeigt Bilder von Bernard Embacher und Maximilian Fohn, welche nicht getrennt voneinander präsentiert werden, sondern durchmischt und ohne explizite Hinweise auf den jeweiligen Künstler im Raum hängen. Es wird bewusst auf Bildbeschreibungen verzichtet.
Wer sich ein wenig näher mit beiden Künstlern beschäftigt, erkennt den jeweiligen Stil und die bevorzugten Mittel und kann diese den Beiden zuordnen. Embacher betont auch, dass es kein Geheimnis ist, wer welches Bild gemalt hat. Man soll sich jedoch nicht davon ablenken lassen, sondern Bilder auf sich wirken lassen. Während Fohn Eitempora als Gestaltungsmittel bevorzugt und bei dieser Ausstellung öfters Motive aus der Architektur aufgreift, verwendet Embacher Ölfarbe, die er reliefartig für seine Knoten/ Schöpfungsbilder verwendet.

Die Frau im Hintergrund
Ein besonderes Merkmal dieser Ausstellung ist, dass die Besucher den Bildern Punkte geben dürfen, sie also individuell bewerten. Unter allen, die daran teilnehmen, wird per Los ein Gewinner gezogen, der sich über ein Gemeinschaftswerk Embachers und Fohns freuen kann. Die Idee dazu stammt maßgeblich von Embachers Frau Aglaia Embacher. Durch ihre langjährige Erfahrung als Kostümbildnerin und jetzige Tätigkeit als Professorin für Kunst am St. Johanner Gymnasium trägt sie wesentlich dazu bei, Kunst interessant und abwechslungsreich nach außen zu tragen. Auch die Idee für ein witziges und nicht ganz ernst gemeintes Interview der beiden Künstler, welches im aufgelegten Folder zu finden ist, stammt von ihr.

Aufgrund der derzeitigen Situation kann man leider weder zu den Öffnungszeiten, noch darüber wann die Ausstellung wieder geöffnet wird, genauere Angaben machen. Embacher verspricht jedoch, dass „Battle of Art“ bis voraussichtlich Jänner verlängert wird. Patricia Wimmer

Bild: Galerist und Künstler Bernhard Embacher mit Künstler Maximilian Fohn (li.). Fotos: Wimmer

Daten & Fakten - Die beiden  Künstler
Bernhard Embacher wurde 1964 in St. Johann geboren. Er studierte Architektur an der Technischen Universität in Wien und arbeitete anschließend als Architekt in seinem eigenen Büro. Die Malerei war seit jeher schon eine Leidenschaft Embachers, der er sich ab 2009 ausschließlich widmete und in Los Angeles, Istanbul und Berlin ausstellte. Mittlerweile ist Embacher auch wieder als Architekt tätig und ist Mitglied der Musikgruppe „Free Music St. Johann“, die sich der experimentellen Musik verschrieben hat.

Maximilian Fohn
Maximilian Fohn kam 1965 in Bregenz zur Welt. Auch er studierte Architektur an der technischen Universität in Wien, wo sich Embacher und Fohn kennen und schätzen lernten. Anschließend an sein Architektur-Studium hängte Fohn noch ein Studium für Malerei und Grafik an der Akademie der bildenden Künste in Wien an. Fohn ist weit gereist und arbeitete als Künstler international, seit 2004 auch immer wieder in Taiwan. Heute lebt und arbeitet Fohn in Lochau bei Bregenz und in Wien. pw

 
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