17.04.2022
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Weiterer Öffi-Ausbau angepeilt

Im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs gibt es im Kaiserwinkl Nachholbedarf. Die Gemeinde Kössen stimmt einem gemeinsamen Projekt mit dem Leaderverein zu.

Kössen | Zwar noch im Bezirk Kitzbühel liegend, aber doch ist die Gemeinde Kössen in vielen Dingen den Kufsteiner Nachbargemeinden näher. Naheliegender Weise wurden daher Kössen und Schwendt dem Planungsverband 28 zugeordnet, in dem sonst nur noch Kufsteiner Gemeinden vertreten sind.

Der Randlage Kössens ist es daher auch geschuldet, dass der Kaiserwinkl-Ort, geht es um den regionalen Nahverkehr, doch eher stiefmütterlich behandelt wird, wie auch Bürgermeister Reinhold Flörl erklärt. Zwar gibt es nach langem Kampf inzwischen zwei Verbindungen - einmal über Schwendt, einmal über Erpfendorf - nach St. Johann. Doch vor allem die Verbindung in Richtung Kufstein ist verbesserungswürdig. Gerade hinsichtlich Arbeit und Schule tendieren viele Kössener und Schwendter eher Richtung Kufstein. Flörl, der unter anderem auch das Carsharing-Projekt massiv forciert hat, legt jetzt das Augenmerk auf den öffentlichen Nahverkehr.
Ein Thema, das auch im Leaderverein KUUSK, in der die Leader-Region Kufstein und Umgebung sowie die Untere Schranne – Kaiserwinkl geeint sind, auf der Prioritätenliste ganz oben steht. Seit drei Jahren gibt es mit Manuel Tschenet einen eigenen Mobiliätsmanager.

Innovative Konzepte für die geplagte Region
Seine Aufgabe sei es, innovative Konzepte und Lösungsstrategien für die vom Verkehr geplagte Region zu suchen und zu erstellen. Durch die Vernetzung von Stakeholdern und Entscheidungsträgern, eigenem Engagement und Lösungsorientiertheit kann Tschenet mit der Bitte als erster seines Faches für die richtigen Impulse sorgen und die Region maßgeblich mitentwickeln, heißt es von Seiten des KUUSK.

Inzwischen hat er auch ein Mobilitätskonzept erstellt, von dem auch die Gemeinde Kössen profitieren soll. Alle 27 Gemeinden der Planungsverbände 27 und 28 können sich anschließen.
Vergangene Woche beschloss der Kössener Gemeinderat einstimmig die Teilnahme und „kauft“ sozusagen das Basispaket. Dieses schlägt mit einem Euro pro Hauptwohnsitz jährlich zu Buche. Insgesamt sind es für Kössen rund 4.200 Euro im Jahr. In den Basisleistungen sind die ÖPNV-Planungen ebenso inbegriffen wie die Lobbyarbeit, Werbung und Marketing sowie die Installation eines Ansprechpartner direkt vor Ort.

Bürgermeister Flörl erhofft sich dadurch eine bessere Anbindung an das Öffinetz. Er sieht im Übrigen auch die Tourismusverbände in der Pflicht, um den Individualverkehr in Zukunft einzudämmen. Bei den Verhandlungen unter anderem mit dem Verkehrsverbund Tirol sieht sich Flörl auch besser vertreten. Margret Klausner

Bild: Nicht nur der Kössener Bürgermeister Reinhold Flörl wünscht sich für dieZukunft ein besserers Busnetz. Foto: Klausner

 
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