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Kitzbüheler Anzeiger
29.04.2022
News  
 

Unterschiede von Ort zu Ort

Eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt es für die Betreuung von (Klein-)Kindern. Von Tagesmüttern und -vätern über Krabbelstuben bis hin zu Horten. Unterschiedlich ausgebaut ist das Angebot im Bezirk, Aufholbedarf gibt es in der Ganztagesbetreuung.

Bezirk | Alles andere als die gleichen Chancen gibt es bei der Kinderbetreuung im Bezirk. Während einige Gemeinden in den vergangenen Jahren viel Geld in ein breites Angebot investiert haben, gibt es bei anderen noch Luft nach oben. Bestätigt wird die Situation in Zahlen, die das Land Tirol nun freigegeben hat. Verglichen wird das Angebot in den vergangenen zehn Jahren.

Viel Geld investiert
Während die Neu- und Umbauten der Kindergärten in Brixen und St. Johann vergangenes Jahr abgeschlossen wurden, wird in Westendorf an dem neuen Kindergarten gerade gebaut. Evaluierungen des Angebots stehen derzeit in einigen Gemeinden wie Jochberg auf dem Plan und waren bereits Thema im Gemeinderatswahlkampf.
Neben den Kinderbetreuungseinrichtungen wird auch intensiv nach Tagesmüttern und -vätern gesucht, die Kinder während der Arbeitszeit der Eltern betreuen. Maximal fünf Kinder (inklusive der eigenen) nehmen dann am Tagesablauf der Familie teil.

Veränderung in zehn Jahren
Insgesamt gibt es im Bezirk derzeit 78 Einrichtungen, in denen 2.820 Kinder betreut werden. Im Vergleich vor zehn Jahren ist nur eine Einrichtung dazugekommen, jedoch hat sich die Anzahl der betreuten (Klein-)Kinder um 743 erhöht inkl. Ganztagesschulen. Allein die Marktgemeinde St. Johann zählt 13 Einrichtungen, in Kitzbühel gibt es acht. Das Schlusslicht bilden vor allem kleine Gemeinden wie Itter, St. Jakob und Aurach, wo es nur einen Kindergarten gibt. Oftmals fehlt es auch an den passenden Räumen und dem nötigen Geld für einen Ausbau.

Keine einheitlichen Standards
Wie unterschiedlich die Chancen für eine gute Betreuung im Bezirk sind, zeigt der Fall einer Mutter (Name der Redaktion bekannt) mit einem Kleinkind, die zurück ins Berufsleben will. In ihrer Gemeinde gibt es keine Kinderkrippe. Für den Besuch in einem anderen Ort muss ein Aufschlag bezahlt werden, ebenso sind zusätzliche Fahrtkosten einzuberechnen. „Somit zahle ich für die Kinderbetreuung zweimal halbtags in der Woche 130 Euro monatlich“, erklärt die Mutter und ergänzt, dass befreundete Mamas, in anderen Gemeinden wohnhaft, die Hälfte für die gleiche Form der Betreuung bezahlen. Ein Unterschied, der sich im Jahresschnitt bemerkbar macht. Zahlt die Familie 1.560 Euro an Betreuungskosten, so sind es für andere Familien nur rund 800 Euro.

In anderen Gemeinden gibt es ein Angebot, jedoch zu wenig Plätze – der Kitzbüheler Anzeiger berichtete. Das Land Tirol will nun mit der Novellierung dagegensteuern (Spalte li.) und die Gemeinden bei der Einrichtung einer ganztägigen und ganzjährigen Kinderbetreuung unterstützen. Verena Mühlbacher

Bild: Die Kinder in guten Händen zu wissen, während man als Elternteil arbeitet: Die Kinderbetreuung ist ein wesentlicher Grundstein für ein zufriedenes (Berufs-)Leben. Foto: Archiv

 
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