14.01.2021
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Starke Grundversorgung im Bezirk

Wie ist es um die Grundversorgung der heimischen Bevölkerung mit wichtigen Diensten und Angeboten bestellt? Die jüngsten Zahlen wurden vor Kurzem von der Tiroler Landesstatistik zum mittlerweile sechsten Mal erhoben. Auch der Bezirk Kitzbühel entwickelte sich stabil.  

Bezirk  | Kitzbühel, St. Johann und Fieberbrunn verfügen jeweils über mindestens 25 Einrichtungen der Daseinsvorsorge und rangieren somit diesbezüglich unter den Top-Gemeinden des Landes.  
Generell ist die Nahversorgung im Bezirk gut aufgestellt: Wie bereits die jüngste Einzelhandelsstudie der Regionalentwicklung aufzeigte, erfreuen sich 91 Prozent der hiesigen Bevölkerung einer entsprechend guten Nahversorgung. Auch tirolweit ist dieser Trend nachverfolgbar, wie nun die Landesstatistiker nachweisen: „Die Erhebung 2020 weist insgesamt 661 Betriebe aus, die dem Lebensmitteleinzelhandel zuzurechnen sind. Diese Betriebe verteilen sich auf 218 Gemeinden, d.h. aktuell beherbergen 61 Gemeinden keinen Nahversorger, das ist um eine Gemeinde weniger als vor drei Jahren.“ Dabei kommt durchschnittlich ein Lebensmittelhändler auf 1.146 Einwohner.

Zu den diesbezüglichen „Siegern“ im Bezirk zählen die Bewohner des Leukentales. Insgesamt verfügt der Bezirk Kitzbühel laut aktueller Auswertung über 68 Nahversorger mit einer Verkaufsfläche von insgesamt 30.931 Quadratmetern. Auf einen Betrieb kommen rechnerisch 944 Einwohner. Nur eine einzige Gemeinde steht ohne entsprechende Einrichtung da.

53 praktische Ärtze im Bezirk Kitzbühel
Während die Versorgung mit Lebensmitteln für die meisten Menschen im Bezirk – und auch in Tirol – zufriedenstellend sein dürfte, gibt es immer wieder kontroverse Diskussionen über die Ärztedichte in den jeweiligen Regionen. „Im Durchschnitt versorgt ein praktischer Arzt in Tirol 1.195 Patienten“, heißt es in der Erhebung der Landesstatistik. Das bedeutet fast Gleichstand zur letzten Betrachtung. 56 Prozent der Tiroler Gemeinden verfügen über mindestens einen Arzt mit Kassenvertrag – in jedem Planungsverband gibt es ebenfalls mindestens einen.  Im Bezirk Kitzbühel gibt es in Summe 53 praktische Ärzte, davon 28 mit Kassenvertrag. Die Versorgungsquote Einwohner pro Arzt beträgt 1.211. Besonders günstig ist dieses Verhältnis vor allem im Planungsverband Leukental: Dieser rangiert diesbezüglich unter den Top-3 in Tirol mit einer Quote von 914 Einwohnern pro Arzt. Im Leukental siedeln sich in Summe 31 Ärzte an, davon haben 35,5 Prozent einen Kassenvertrag.

Bei den Zahnärzten zeigt sich das Leukental ebenfalls gut aufgestellt: „Die besten Versorgungsquoten (max. 1.500 Einwohner pro Zahnarzt) finden sich neben Innsbruck weiterhin in der Unteren Schranne-Kaiserwinkl im Planungsverband Leukental und im Stanztal“, heißt es dazu in der Erhebung. Positiv erwähnt wird das Pillerseetal, das sich in dieser Hinsicht seit der letzten Betrachtung deutlich verbessert habe.  Quer über den Bezirk stehen in Summe 39 Zahnärzte zur Auswahl, das entspricht einer Quote von 1.645. Auch das Angebot an Gynäkologischer Betreuung wurde untersucht: Im Bezirk Kitzbühel gibt es zwölf Ordinationen, was einer Versorgungsquote der weiblichen Bevölkerung von 2.743 entspricht – nach Innsbruck der beste Wert.

Da die Bevölkerung im Durchschnitt immer älter wird, ist auch das Angebot in der Altenversorgung wesentlich für die Standortbetrachtung. Im Bezirk Kitzbühel gibt es 10 Altenheime mit insgesamt 615 Plätzen. Bezogen auf die Einwohner über 75 Jahren ergibt sich daraus rechnerisch ein „Andrangsfaktor“ von 11. Tirolweit beträgt dieser Wert 10. Im gesamten Bundesland gibt es übrigens mehr Altenbetreuungseinrichtungen und -betten als noch im Jahr 2017. Elisabeth Galehr

Bild: Die Grundversorgung der Planungsverbände im Bezirk ist zufriedenstellend.

 
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