07.01.2022
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Stacheldrahtzaun sorgt für Kritik

Auch im Winter stehengebliebene Stacheldrahtzäune am Fuße des Kitzbüheler Horns seien eine Gefahr für das Wild, beklagt eine Kitzbühelerin. 
 
Kitzbühel | Auf der Sonnseite am Fuß des Kitzbüheler Horns, auf der sogenannten „Ötz“, konnte man sich früher problemlos aufhalten und die schöne Natur genießen, so die Information einer Anzeiger-Leserin. Doch seit einigen Jahren sei dieses Gebiet eingezäunt wie eine Hochsicherheitsburg, beklagt die Spaziergängerin. Die Wege seien mit mehrfachem Stacheldrahtzaun abgetrennt. Die Verletzungsgefahr sei da nicht nur für Menschen sehr groß, ist die Frau überzeugt. Immer wieder hätte sie Blutspuren entdeckt, die auf Verletzungen von Wildtieren hindeuten würden. 

Einmal hätten sie sogar ein Reh mit einem abgerissenen Lauf gefunden, das dann ein Jäger von seinem Leiden erlösen musste. „Dieses Leiden der Tiere könnte verhindert werden, wenn anstatt Stacheldraht ein einfacher Draht als Abzäunung verwendet wird. Auch könnten die Zäune, so wie früher, im Winter abgelegt werden“, ist die Kitzbühelerin überzeugt.

Auf Nachfrage erklärte Kitzbühels Hegemeister und Stadtförster Alois Erber, dass es bis dato wenig Probleme mit den Zäunen gegeben habe, er aber gerne der Sache nachgehe und mit der Kitzbühelerin Kontakt aufnehme. Auch Bezirksjägermeister Martin Antretter sind keine größeren Probleme bekannt. Dann schon eher mit niedergelegten Zäunen, in denen sich Hirsche mit ihrem Geweih verhaken.  Die Landwirte können übrigens selbst entscheiden, ob sie die Zäune über den Winter entfernen oder nicht. Vorgaben gibt es keine. Margret Klausner

Bild: Stacheldrahtzäune werden während des Winters meist abmontiert. Es ist aber nicht verpflichtend, das zu tun. In Kitzbühel kommt es doch dann und wann zu Problemen mit Wildtieren. Foto: Pixabay

 
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