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Kitzbüheler Anzeiger
11.03.2023
News  
 

Selbsthilfegruppe gegründet

Die Kitzbüheler Familie Ehn hat es sich zur Aufgabe gemacht, Eltern von „Sternenkindern“ zu unterstützen. Einmal im Monat gibt es ein Treffen.

Kitzbühel | Es ist ein Thema, über das wenig gesprochen wird: Der Verlust eines Kindes noch während der Schwangerschaft. Die Kitzbühelerin Andrea Ehn ist selbst betroffene Mutter von zwei „Sternenkindern“ und hat es sich jetzt zur Aufgabe gemacht, das Thema sichtbarer zu machen. Gemeinsam mit ihrem Mann Klaus hat sie jetzt eine Selbsthilfegruppe gegründet.
Die Organisation „Sternenkind – Gemeinsam für Familien in Trauer“ soll helfen, das Tabuthema Verlust eines Kindes während der Schwangerschaft, der Geburt oder auch zu einem späteren Zeitpunkt zu brechen.
„Leider wird über dieses Thema in unserer Gesellschaft kaum oder sehr wenig gesprochen. Auch darüber, dass man auch in dieser Situation Trauer verspürt und auch Trauer gelebt werden darf und auch soll. Denn unterdrückte Trauer führt in sehr vielen Fällen zu weiteren Problemen in allen Lebensbereichen. Darum ist es wichtig, der Trauer Raum zu geben“, weiß Ehn. Die von ihr gegründete Organisation umfasst bereits ein Team aus zehn Personen und weiteren Kooperationspartnern, die ein Netzwerk bilden, um schnelle Hilfestellung zu leisten.

Große Palette an Angeboten
„Unser Angebot umfasst bereits eine breite Palette an Dienstleistungen“, informiert die Kitzbühelerin. Von Hebammenbegleitung, psychologischer Beratung, systemischem Coaching, Klang-Aroma und Energiearbeit, kreativer Trauerbegleitung, Rückbildung, bis hin zur Urnengestaltung in der Töpferwerkstatt, Bestattung und Grabgestaltung gibt es eine Vielzahl an Angeboten.  Auch ehrenamtliche Näherinnen unterstützen das Team. „Denn wir stellen für betroffene Familien‚ Trost und Erinnerungspakete“ zusammen, die im Bezirkskrankenhaus St.Johann und von Gynäkologen weitergereicht werden“, so Ehn. Auch sei es möglich, diese direkt bei der Organisation zu bekommen. „Wir verschicken diese Pakete auch gerne“, betont sie. Da es sich um eine gemeinnützige Organisation handle, freue man sich auf jede Art der Unterstützung. „Vor allem aber über Finanzielle, damit wir im besten Fall unser Angebot für die Familien kostenlos zur Verfügung stellen können“, erklärt die Obfrau.

Überdies findet einmal im Monat ein Treffen für betroffene Eltern statt. Andrea Ehn leitet diese Treffen immer am ersten Donnerstag im Monat (Beginn 19 Uhr) in der „Lebenswerkstatt“ (Lebenbergweg 9, Kitzbühel). Anmeldungen unter Tel. 0664/6606372327 erbeten. mak

Bild: Engagieren sich: Martina Perterer, Christian Sturm, Annika Rass, Heidi Huber, Angelika Urwaleck, Sabina Hechenberger, Victoria Widauer, Anna-Lena, Andrea und Klaus Ehn (von links). Foto: Ehn

 
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