25.07.2021
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Retter kämpfen mit Platzmangel

Nicht mehr zeitgemäß und zu klein sind die Räumlichkeiten der Bergrettung in Kitzbühel. Die Suche nach einer neuen Ortsstelle gestaltet sich schwierig. Bürgermeister Klaus Winkler sucht nach einer Lösung.

Kitzbühel | Seit Mitte der 1990er- Jahre sind die Kitzbüheler Bergretter in der Villa Zurna direkt neben der Hornbahn untergebracht. „Grundsätzlich ist das für uns ein guter Standort“, erklärt Florian Haderer, der, wie berichtet, vor kurzem das Zepter als Ortsstellenleiter an Hannes Rauter übergeben hat. Die Bergretter können ihre Autos am Parkplatz abstellen, das Dienstauto steht in der Bergbahngarage.
Doch vor allem die Räumlichkeiten in der Villa Zurna sind in den letzten Jahren zu klein geworden. Es fehlt, so Haderer, ein Lager- und Umkleideraum. Immerhin sind in Kitzbühel 27 Bergretter aktiv, die zu jeder Tages- und Nachtzeit ausrücken. Der massive Platzmangel hat zur Folge, dass sie die notwendige Ausrüstung zum Teil Jahr und Tag in ihren Privatautos herum fahren, damit sie im Einsatzfall nicht noch nach Hause fahren müssen. Der reinste „Material-Wanderzirkus“ so Haderer sei das.

Raum hinter Ortsstelle doch wieder bewohnt
Hinter den Räumlichkeiten der Bergretter liegt noch ein weiterer Raum, der derzeit als Unterkunft für eine Pflegerin genutzt wird. An und für sich, so Haderer, habe es geheißen, die Bergrettung könne den Raum nutzen, sobald diese Fachkraft ausgezogen ist. Mit wenig Aufwand hätte man diesen adaptieren können, so die Bergretter. Inzwischen ist jedoch wieder eine Pflegerin dort eingezogen. „Wir haben dafür natürlich Verständnis, allerdings ist unser Problem wieder nicht gelöst“, erklärt Haderer.
Es hätte eigentlich ein Umzug in die neue Rot-Kreuz-Bezirksstelle am Stadtrand im Raum gestanden. Das aber wäre finanziell nicht stemmbar gewesen, wie nicht nur Florian Haderer, sondern auch Bürgermeister Klaus Winkler betont. Die Übersiedlung in die bisherige Rot-Kreuz-Stelle neben der Feuerwehr in der Wagnerstraße wurde angedacht. „Hier scheitert es aber leider an den fehlenden Parkplätzen“, erklärt Bürgermeister Klaus Winkler. Auch hätte es einiger Umbauten bedurft, die dann ebenfalls zu einer großen finanziellen Belastung für die Bergretter geworden wären. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung sagte GR Hedi Haidegger Unterstützung zu und sprach von einer möglichen Raumlösung im Altenwohnheim.

Auch Bürgermeister Klaus Winkler will die Bergretter nicht im Regen stehen lassen. „Die Stadt ist sich der Problematik natürlich bewusst und bemüht, eine Lösung zu finden“, betont er. Die Lage neben der Hornbahn mit den dortigen Parkplätzen sei ja ideal, daher könne er sich schon vorstellen, dass es mit dem Altenwohnheim eine Lösung geben könnte.
Der neue Ortsstellenleiter Hannes Rauter ist jedenfalls zuversichtlich, dass das Platzproblem zeitnah gelöst werden kann. Er werde jetzt in jedem Fall raschest möglich das Gespräch mit dem Stadtchef suchen. Margret Klausner

Bild: Der neue Ausschuss der Bergrettung Kitzbühel mit Ortsstellenleiter Hannes Rauter (4 v.l.). Eine der vorrangigsten Aufgaben ist jetzt nicht nur die Suche nach neuen Räumlichkeiten, sondern auch nach Bergretter-Nachwuchs. Foto: Lorenz Huter

 
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