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02.03.2021
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Noch steppt nicht der Höhlenbär

Die jüngsten Öffnungsschritte der Regierung umfassen auch die heimischen Museen. Sie dürfen unter strengen Auflagen wieder aufsperren. So manches Haus im Bezirk nützt die „Coronapause“ aber lieber für Revisionsarbeiten und startet dann im Sommer durch.

Kitzbühel, St. Johann | Das Museum in Kitzbühel ist für Besucher wieder geöffnet. Bis Ende des Monats läuft noch die aktuelle Krippenausstellung, die zahlreiche, wunderschöne Kleinodien der Tiroler Krippenbaukunst zeigt. Selbstverständlich sind auch alle anderen Exponate, wie etwa die Sammlung Walde, zugänglich. „Für einen Museumsbesuch gelten dieselben Auflagen wie im Handel“, informiert Direktor Wido Sieberer. Das bedeutet, dass Besucher sich an die FFP2-Maskenpflicht halten müssen, genauso gilt die „20-Quadratmeter-pro-Kunde“-Regel. Außerdem dürfen auch keine Führungen angeboten werden. Veranstaltungen, die ja normalerweise immer gerne in den Museen des Bezirkes stattfinden, sind derzeit naturgemäß auch noch tabu.

Selbst die Museen spüren deutlich das Ausbleiben der Touristen. „Es kommen einige Einheimische, aber insgesamt weniger Menschen, weil die Gäste fehlen“, schildert Sieberer. In einem normalen Jahr können im Stadtmuseum rund 10.000 Besucher begrüßt werden. Heuer lohnt es sich kaum, eine entsprechende Bilanz aufzustellen. Nach der Krippenausstellung bereitet das Museum dann die große Ausstellung zur 750-Jahr-Feier der Stadtgemeinde vor, welche Mitte Mai eröffnet werden soll. Generell ist es Wido Sieberer ein Anliegen, das Haus immer offen zu halten, wenn es die Gesetzeslage zulässt: „Wir machen auf, solange wir können“, spielt er auf die coronabedingte, schwierige Planung im Kulturbereich an.

Revisionsarbeiten im Museum St. Johann

Während also Kitzbühel aufgesperrt hat, nützt man die aktuelle Zeit in St. Johann, um dem dortigen Museum „ein Update zu verpassen“, wie Peter Fischer von der Marktgemeinde erläutert. Schon lange aufgeschobene Arbeiten an den Vitrinen sowie am Archiv werden bis Sommer hin erledigt. „Im Juni sind wir fertig“, gibt Fischer Auskunft. Auch in St. Johann stellen Touristen übrigens eine wichtige Besuchergruppe dar. Vor allem Briten, Italiener und Urlauber aus den Benelux-Staaten sind begeisterte Museumsgänger, weiß Peter Fischer. Dass man derzeit z.B. auch keine Schulklassen durch das Haus führen darf, verringert das Potenzial an möglichen Besuchern weiter. Daher macht es für Peter Fischer auch wirtschaftlich kaum Sinn, das Museum derzeit aufzusperren. Im Sommer will man dann mit frischem Wind durchstarten – geplant ist eine Schau mit Schwerpunkt zu Josef Meng.

Jochberger Museum
ist geöffnet
Das Bergbau- und Heimatmuseum Jochberg bleibt seinen üblichen Öffnungszeiten treu: jeweils Dienstag von 17 bis 19 Uhr. Kustodin Anneliese Hechenberger erläutert, dass bei Bedarf auch gerne auf Anruf geöffnet wird (Tel. 05355/50069). Aufgrund der geringen Größe ist die 20-Quadratmeter-Regel beim Haus in Jochberg eher ein Problem als in Kitzbühel. Aber vorerst hält sich der Andrang in Grenzen. Dass die Museen grundsätzlich wieder öffnen dürfen, ist für Anneliese Hechenberger ein gutes Zeichen und vielleicht wieder einmal ein Anlass, aktiv ein Stück Kultur(-Geschichte) zu genießen.

Saisonbedingt nicht offen hat das Kitzbüheler Krampusmuseum. Christoph Rieser von der Ruatn Pass sperrt aber auf Anfrage gerne auf. Zudem gibt es auf der Homepage www.ruatnpass.at einen schicken 3D-Onlinerundgang durch die Ausstellung. Weitere Museen im Bezirk haben oft grundsätzlich erst ab Sommer offen – beispielsweise das Bauernhofmuseum Hinterobernau in Kitzbühel. Oft lohnt sich die Nachfrage, bzw. ein Check im Internet. Elisabeth Galehr

Bilder: Im Sommer sperrt das Museum St. Johann auf. Foto: Marktgemeinde St. Johann
Noch bis Ende dieses Monats ist die aktuelle Krippenausstellung im Museum Kitzbühel zu sehen. Foto: Archiv Kitzbüheler Anzeiger/Monitzer

 
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