15.03.2021
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Neues Projekt steht in Startlöchern

Zwei Jahre lang gab es die „Servicestelle Demenz“ im Bezirk, die im Rahmen eines Leader-Projekts eingerichtet wurde. Die Kooperation läuft nun aus, die Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige bleibt bestehen und wird von der Caritas Salzburg übernommen.

Bezirk, Brixen | Die vergangenen Monate waren nicht einfach für Projektleiterin Katja Gasteiger aus Brixen, die als ausgebildete Demenzberaterin und Diplomierte Pflegefachfrau, Schulungen und Beratungen anbietet. Im Rahmen eines Leader-Projekts baute Gasteiger die „Servicestelle Demenz“ auf und stellte Kooperationen und Synergien her. Nachdem das Ende des Leader-Projekts fixiert war, galt es nun, mit einem neuen Projekt durchzustarten. Denn der Bedarf an Demenzberatungen ist hoch.

Eine Erfolgsmeldung gibt es nun: Seit 1. März ist Gasteiger fix bei der Caritas Salzburg angestellt und bietet ihre Beratungen für alle Menschen im Tiroler Gebiet der Erzdiözese Salzburg an. „Die Stelle wurde extra geschaffen“, freut sich Gasteiger über den Stellenwert ihrer Arbeit. Ihr Ziel ist es, eine Anlaufstelle für Angehörige und Betroffene zu gründen, wo in allen Belangen der Erkrankung Demenz geholfen werden kann. „Das Herumschicken der Angehörigen zwischen den vielen Stellen soll ein Ende haben“, freut sich Gasteiger, dass nun der erste Schritt dazu gesetzt wurde.
Die weitere Arbeit setzt sich aus Vernetzung vor Ort und Vorträgen zusammen. Dazu gehören Angehörigenkurse sowie psychosoziale Angebote. „Durch die neuen Voraussetzungen kann ich jetzt Projekte schneller umsetzen und die Arbeit ist nachhaltiger“, erklärt die Demenzberaterin den Vorteil.

Nachfrage ist weiterhin groß
Die Beratungen finden derzeit in St. Johann statt, nach weiteren Treffpunkten wird gesucht. „Viele Beratungen finden telefonisch statt“, sagt Gasteiger. Das Beratungsangebot war speziell im vergangenen, herausfordernden Jahr extrem gefragt und mit den vorhandenen Ressourcen kaum mehr zu bewältigen. „Ich hatte soviel zu tun wie noch nie“, erzählt die Brixnerin rückblickend.
Ebenso finden persönliche Beratungen nach Bedarf statt, im Vorfeld wird mit den Angehörigen die Vorgehensweise besprochen. „Ich gehe vor den Beratungen testen“, sagt Gasteiger. Nötig wird der direkte Kontakt beim Ausfüllen von Formularen sowie beim Stellen von Pflegeansuchen.

Kostenloses Beratungsangebot
Das Angebot ist kostenlos und für die gesamte Region der Erzdiözese Salzburg im Tiroler Unterland zugänglich: Für Anmeldungen und weitere Informationen Katja Gasteiger unter Tel. 0676/848210336 anrufen bzw. per Mail kontaktieren: katja.gasteiger@caritas-salzburg.at

Positives Fazit zum auslaufenden Projekt
Das nun ausgelaufene Projekt  „Servicestelle Demenz“ wurde im Rahmen eines Leader-Projekts in Kooperaton mit der Caritas der Erzdiözese Salzburg und dem Freiwilligenzentrum Tiroler Unterland mit Unterstützung von Bund, Land und Europäischer Union zwei Jahre lang durchgeführt. Begonnen hat das Projekt jedoch bereits im Jahr 2017 mit Gesprächsgruppen.
Durch Gespräche und Austausch mit Fachpersonen aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich wurden wichtige Kooperationen und Synergien hergestellt. Neben Auftritten bei verschiedensten Demenzsymposien gehörte für Gasteiger auch die Mitarbeit bei der Pflegereform sowie bei der Erarbeitung der Umsetzung der bundesweiten Demenzstrategie dazu. Verena Mühlbacher

Bilder: Ein frühzeitiges Erkennen von Demenz ist wichtig, dann kann damit auch adäquat umgegangen werden. Das Angebot soll vor allem Betroffene und deren Angehörige bei vielen Fragen unterstützen. Foto: adobestock
Katja Gasteiger, Demenzberaterin: „Das Herumschicken der Angehörigen soll ein Ende haben.“ Foto: Gasteiger

Vermerkt - Definition von Demenz
Demenz ist keine spezifische Erkrankung, sondern eine allgemeine Bezeichnung für eine Minderung der geistigen Fähigkeiten, die schwerwiegend genug ist, um das tägliche Leben zu beeinträchtigen. Gedächtnisverlust ist ein Beispiel. Die Alzheimer-Krankheit ist die am meisten verbreitete Demenz-Art. Ein „Schreckgespenst“ ist die Diagnose laut Katja Gasteiger aber nicht. Ziel ist es, der Krankheit immer einen Schritt voraus zu sein.

 
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