12.06.2022
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Neue Heimat baut 137 Wohnungen

Rund neun Millionen Euro investiert die „Neue Heimat Tirol“ (NHT) heuer im Bezirk Kitzbühel in den sozialen Wohnbau. Die Teuerungswelle am Bau und die gute Auftragslage bremst auch die sozialen Wohnbauträger ein.

Kitzbühel | 137 Wohnungen, neun  Millionen Euro Investition – die „Neue Heimat Tirol“ (NHT) setzt auch heuer ihre Offensive für leistbares Wohnen im Bezirk Kitzbühel unvermindert fort.
„Der Bezirk Kitzbühel gehört zu den begehrtesten und damit auch teuersten Regionen in Tirol und Österreich. Die Gemeinden sind daher besonders gefordert, gemeinsam mit den gemeinnützigen Wohnbauträgern auch in Zukunft leistbaren Wohnraum bereitzustellen. Sonst wohnt dort bald nur mehr Reich und Schön“, betont  NHT-Geschäftsführer Hannes Gschwentner, der mit seinem Kollegen Markus Pollo vergangene Woche in Going die anstehenden Projekte im Bezirk vorstellte. Trotz der massiv ansteigenden Baukosten hält der Soziale Wohnbauträger an den geplanten Wohnanlagen fest.

Einerseits kämpfe man natürlich mit den hohen Baukosten, andererseits sorgt auch der derzeitige Bauboom für einen Mangel an Handwerkern. Die Coronahilfen, die u.a. Gewerbebetriebe und Hotellerie erhalten haben, werden derzeit von den Unternehmern oft in Um- und Ausbauten investiert. Hier können höhere Auftragssummen bezahlt werden. Der soziale Wohnbauträger – das Land Tirol hat die Wohnbauförderungen gedeckelt – hat das Nachsehen, so Gschwentner. Er und Pollo können auch mit einem aktuellen Beispiel aufwarten: So habe man für ein Projekt insgesamt 42 Handwerker um die Abgabe eines Angebots eingeladen - nicht einer habe hier abgegeben. Und das sei kein Einzelfall. Trotzdem zählt die NHT nach wie vor mit einem jährlichen Bauvolumen von über 100 Millionen Euro  zu den größten Wohnbauträgern. In 117 Tiroler Gemeinden ist die NHT aktuell tätig.

NHT verwaltet im Bezirk 1.157 Wohneinheiten
In Kitzbühel werden derzeit 1.157 Wohneinheiten – davon 753 Miet- und 404 Eigentumswohnungen – verwaltet. „Der Bezirk Kitzbühel ist traditionell ein schwieriges Pflaster für uns. Die horrenden Grundstückspreise machen es zunehmend schwierig, Projekte im Kostenrahmen zu realisieren“, räumt Gschwentner ein.
Trotzdem wird fest gebaut: In Erpfendorf wird demnächst für eine neue Wohnanlage mit 42 Mietwohnungen der Spaten geschwungen. Für die NHT ist es das erste Projekt in Kirchdorf und damit ein wichtiges Signal.

In Jochberg gehen die Arbeiten zur Neugestaltung der alten Südtiroler Siedlung in die nächste Phase: Im Zuge des zweiten Bauabschnittes werden 23 Mietwohnungen errichtet. Eine weitere Wohnanlage mit zwölf Eigentumswohnungen am Guxerbichl wird im Oktober 2022 übergeben.  
Zügig voran gehen auch die Bauarbeiten für eine neue Eigentumswohnanlage am Oberhofenweg in St. Johann. Ende 2023 werden dort die Schlüssel übergeben.
Das Projekt sorgte allerdings nicht nur bei den  Experten der NHT für Kopfzerbrechen – die Eigentümer der benachbarten Wohnungen befürchteten eine zunehmende Hochwassergefahr durch die Fieberbrunner Ache. Am Bauareal wurden alte Häuser abgerissen, nun wird eine Anlage mit 32 Wohnungen errichtet. Der soziale Wohnbauträger nahm die Sorgen ernst: „Es wurde alles neu geplant und überarbeitet“, beruhigt Gschwentner.

Unbefristete Verträge und hohe Ablöse
Mit den neu errichteten Häusern in der alten Südtiroler Siedlung wurden in der Marktgemeinde in den letzten fünf Jahren in Summe 109 neue und leistbare Wohneinheiten realisiert.
Doch gerade in den Südtiroler Siedlungen - es gibt mit Jochberg, St. Johann und Kitzbühel drei im Bezirk - spießt es sich. So mancher langjährige Bewohner, verweigert trotz großzügigster Angebote (u.a. Ablöse, Übersiedlungsgeld sowie unbefristete Mietverträge in den neuen Wohnungen) den Auszug. Und verzögert so die dringend notwendigen Sanierungen der Häuser aus den 1940er-Jahren bzw. Neubauten.

Besonders stolz ist NHT-Geschäftsführer Markus Pollo auf ein Projekt, das gemeinsam mit der Stadt Kitzbühel umgesetzt wird: „In zentrumsnaher Lage entstehen 28 barrierefreie Mietwohnungen, ausschließlich für Einheimische.
Die Mieten werden höchstens 6,80 Euro pro Quadratmeter betragen - das bedeutet für eine Zwei-Zimmerwohnung einen Mietpreis unter 400 Euro und das ist eine echte Ansage.“ Und das obwohl mit massiven Erhöhungen der Baukosten zu rechnen ist. Margret Klausner

Bild: Die Geschäftsführer der „NEUEN HEIMAT TIROL“ Markus Pollo (links) und Hannes Gschwentner stellten vergangene Woche das Bauprogramm für das heurige Jahr vor. Foto: Klausner

 
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