30.09.2021
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Netzwerk Naturraum Brixental

Die Generalversammlung mit Neuwahl hätte schon vor Längerem stattfinden sollen. Am 21. September war es so weit, dass der Vorstand des Vereins „Netzwerk Naturraum Brixental“, bekannt durch seine Woipertouringer-Aktionen, eine Versammlung abhielt. Obmann bleibt weiterhin Hopfgartens Bürgermeister Paul Sieberer.

Brixental | Die vorgenommenen Arbeiten hat man in den vergangenen zwei Wintern erledigt – dabei geht es vor allem um die Lenkung der Tourengeher, damit diese Wildruhezonen meiden. Allerdings war der letzte Winter extrem schneearm und die Tourengehersaison wurde bereits Anfang Februar beendet. Im Februar 2020 wurden Höchstzahlen bei den Tourengehern verzeichnet.  Das Fehlverhalten hat sich in den vergangenen Jahren durch die Woipertouringer-Initiative deutlich reduziert. „Wir haben unsere Arbeit, die wir vor 14 Jahren begonnen haben, auf den Winter beschränkt, aber jetzt ist auch der Sommer ein Thema“, erzählt Sieberer. Er kritisiert dabei, dass die Menschen alles tun, was ihnen gerade beliebt, ohne dabei auf Regeln oder die Natur zu achten.

Digitales Kartenwerk
Bisher stellte der Verein analoges Kartenmaterial für Tourengeher zur Verfügung, doch sobald die Restbestände aufgebraucht sind, will man davon Abstand nehmen bzw. diesbezüglich mit bergwelt-miteinander.at – einer Organisation des Landes Tirol – zusammenarbeiten. Es hat sich herausgestellt, dass die Sportler praktisch alle auf digitale Karten zugreifen.

Woipertouringer ist ein Vorreiterprojekt
Netzwerk Naturraum Brixental ist ein Leaderprojekt und wird von der EU und dem Land Tirol gefördert. Die Förderperiode läuft mit Juni 2022 aus. Dieter Stöhr, der Vertreter des Landes meinte allerdings, dass die Agierenden unbedingt weitermachen sollten. Das Woipertouringer-Projekt war ein Vorreiterprojekt, welches von einigen Regionen übernommen wurde. „Es ist unglaublich wichtig, dass wir lokale Akteure haben, die sich auskennen und Ideen haben, nur so kann ‚bergwelt‘ erfolgreich sein“, versichert Stöhr.

Bezüglich der Besucherlenkung erklärte Stöhr, dass es neue Wege geben wird und nannte dabei ein Beispiel aus Bayern. Dort gibt es einen Ausflugsticker, der tagesaktuell anzeigt, welche Ausflugsziele ausgelastet sind. „Das wäre ideal für die Seitentäler des Brixentales, denn man würde sich die Fahrt dorthin sparen, wenn man sieht, dass es keine Parkplätze mehr gibt und man kann ein anderes Ziel anpeilen. Grundsätzlich hat sich die Zahl der Tourengeher und Naturnützer in den vergangenen Jahren extrem erhöht und es ist nicht davon auszugehen, das sich dieser Trend ändern wird.

Die Neuwahl bestätigte den bisherigen Vorstand: Obmann Paul Sieberer, Stellvertreter Martin Natretter, Kassier Hannes Sandbichler und Schriftführer Franz Heim. Als Kassaprüfer wurden Max Salcher und Peter Zimmermann bestellt. -be-

Bild: Digitale Karten werden wichtiger als das herkömmliche Kartenmaterial: Martin Antretter, Franz Heim, Paul Sieberer, Hannes Sandbichler und Peter Zimmermann. Foto: Eberharter

 
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