10.04.2021
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Natur und Ressourcen schonen

Die Nachhaltigkeit ist bei der Bergbahn AG Kitzbühel ein wichtiges Thema. Der verantwortliche Umgang mit der Natur und den Ressourcen gehört zur grundsätzlichen Einstellung. PV-Anlagen werden künftig Strom für das Seilbahnunternehmen produzieren, zahlreiche kleine Maßnahmen sind nicht so sichtbar, schützen jedoch die Umwelt und verbessern den CO2-Fußabdruck.

Kitzbühel | „Mit der Corona-Krise begann auch eine Sensibilisierung unserer Gäste für die Umwelt“, blickt Bergbahn-Vorstandsvorsitzender Anton Bodner auf das letzte Jahr zurück. Aber nicht nur bei den Kunden des Seilbahnunternehmens fand ein Umdenken statt, auch beim Unternehmen selbst. „Wir wollen einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und den Ressourcen. Der Verbrauch soll wirtschaftlich sinnvoll mit einem effizienten Nutzen sein“, sagt Bodner.

Das Umweltbewusstsein ist nicht neu bei der Bergbahn AG Kitzbühel. Schon in den vergangenen Jahren wurden verschiedenste Maßnahmen gesetzt, die nun zu einem Gesamtpaket heranwachsen. Mit einem betriebsinternen Ideenwettbewerb wurden Wege gefunden, wie man Energie einsparen und Ressourcen schonen kann. „Es wurden 40 Projekte eingereicht. Dabei gab es unterschiedlichste Ideen und Ansätze“, erzählt Bodner. Zum Beispiel will man durch eine Steuerung künftig die Sitzheizung nur dann aktivieren, wenn der Sitz auch benutzt wird. Aber auch auf Insekten wird geachtet. Mit Biodiversität sollen die Wiesen wieder ihre natürliche Zusammensetzung erhalten. „Einfach nicht mehr mähen, reicht hier nicht aus“, sagt Bodner. Die Biodiversitäten sollen auf den Grünflächen bei Parkplätzen oder in den Retentionsbecken zum Einsatz kommen.

Drei PV-Anlagensorgen für Strom
Die Energie der Sonne will man künftig auch bei der Bergbahn AG Kitzbühel nützen. An der Talstation der Fleckalmbahn sowie beim Zentralbüro werden PV-Anlagen errichtet. Zudem soll auch auf der Resterhöhe Sonnenenergie gewonnen werden. „Wir wollen auf der Resterhöhe Erfahrungen sammeln, wie PV-Anlagen auf der Höhe funktionieren“, erklärt Bodner. Die drei Anlagen können jene Energie erzeugen, die 50 Haushalte in einem Jahr verbrauchen. Bei den PV-Anlagen wird auch auf Regionalität geachtet. Der Ursprung der Module sollte Österreich sein und nicht China. „Generell ist uns Regionalität wichtig, der Einkauf wird, so gut es geht, im Bezirk getätigt“, erzählt Bodner.

Schneemanagement weiter entwickeln
Mit dem Schneemanagement konnte die Bergbahn AG Kitzbühel in den vergangenen Jahren schon viel an Energie und Ressourcen einsparen. Ziel war und ist es, nur jene Menge technischen Schnees zu produzieren, die auch wirklich benötigt wird. Wir planen hier zusätzliche Schritte, sammeln Daten und entwickeln Tools, um dies noch zu verbessern“, gibt der Vorstandsvorsitzende einen kleinen Einblick, denn neben den Betriebsmitteln ist der Energieverbrauch bei den Schneeerzeugern am größten. Mit dem komplexen Thema Piste, Schnee und technischer Schnee beschäftigt man sich intensive, denn die Qualität der Pisten darf nicht durch Einsparungen verlieren.  

Schneedepot nur noch am Resterkogel
„Ist es sinnvoll, den schon produzierten Schnee im Frühjahr zusammenzuschieben und einzupacken, damit wir im Herbst früher starten können?“, stellte sich das Seilbahnunternehmen selbst die Frage. Man verzichtet nun auf die Depots am Hahnenkamm und am Gaisberg. „Auf der Resterhöhe haben wir die idealen Voraussetzungen, daher werden wir dort auch ein Schneedepot haben“, erzählt Bodner.

Nicht mehr stattfinden werden die Schneeanlieferungen über den Pass Thurn. „Wir haben einen alternativen Standort für eine Schneeproduktion in Aschau gefunden. Das ist naheliegender und wir werden nur in äußersten Notfällen darauf zurückgreifen“, sagt Bodner.

Saisonkartenverkauf ab Anfang Mai
Noch bis 11. April kann man am Hahnenkamm den Wintersport genießen. Wie schon in den vergangenen Jahren startet der Saisonkartenvorverkauf mit Mai. Elisabeth M. Pöll

Bild: Mehr als nur einen symbolischen Wert wird die PV-Anlage an der Fleckalmbahn haben. Gemeinsam mit den PV-Anlagen beim Zentralbüro und auf der Resterhöhe wird so viel Energie erzeugt, wie 50 Haushalte in einem Jahr verbrauchen. Foto: Pöll

 
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