21.08.2022
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Nahversorger schließt die Türen

Nach fast 20 Jahren verabschiedet sich Kauffrau Leni Millinger in Schwendt in die Pension. Die Suche nach einer Nachfolge ist schwierig, betont Bürgermeister Jürgen Kendlinger.

Schwendt | Das Thema Nahversorgung war in den letzten 20 Jahren kein Problem in Schwendt – Leni Millinger betreibt seit 2004 den Lebensmittelladen in der 900-Seelen-Gemeinde. Bereits Anfang der 2000er-Jahre war guter Rat teuer – der damalige Bürgermeister Sebastian Haunholter konnte damals mit Millinger eine versierte Kauffrau gewinnen.

„Im November geht unsere Leni jedoch in Pension. Wir sind daher auf der Suche nach einem Nachfolger für das Geschäft“, erklärt Bgm. Jürgen Kendlinger. Doch nicht nur Lebensmittel und Dinge des täglichen Alltags führte das kleine Geschäft. Millinger ist überdies Postpartnerin und hat auch eine Trafiklizenz.

Die Suche nach einem neuen Betreiber ist jedoch schwierig, wie Kendlinger betont. „Auch die Spar wird uns nicht mehr beliefern“, so der Bürgermeister. Er habe daher mit anderen Supermarktketten Kontakt aufgenommen. Der Erfolg ist endenwollend. Mit der Firma Adeg hat er ebenfalls bereits gesprochen, sie würden liefern, wenn ein Geschäftsbetreiber da ist. Doch erst vergangene Woche hat leider wieder ein Interessent abgesagt, so der Dorfchef. „Für unser Dorf ist ein solcher Nahversorger einfach wichtig“, betont Kendlinger. Es ginge hier nicht nur darum, die Grundversorgung zu sichern, das kleine Geschäft sei ja auch ein sozialer Treffpunkt.

Das Thema Postpartner liegt Kendlinger auch im Magen – denn auch im Gemeindeamt sei man unterbesetzt und könne diesen Service nicht auch noch stemmen. Ein Nachfolger bekommt in Schwendt jedenfalls den roten Teppich ausgerollt. Auch bisher hat die Gemeinde nämlich die Miete für den 110 Quadratmeter großen Laden übernommen. Interessenten, so Kendlinger, mögen sich bei der Gemeinde unter Tel. 05375 6715 melden. Margret Klausner

Bild: Schwendt braucht dringend einen Nahversorger. Die Suche nach einem neuen Betreiber für das kleine Lebensmittelgeschäft ist schwierig. Foto: Klausner

 
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