12.05.2022
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Ministerin ist zurückgetreten

Nach einem turbulenten Vormittag hat Wirtschaftsminsterin Margarete Schramböck (VP) ihre Agenden am Montagnachmittag zurückgelegt.

Wien, St. Johann | Die gebürtige St. Johannerin begründete ihren Schritt nicht wie angekündigt in einer Pressekonferenz sondern in einem Abschiedsvideo. „Nach fast fünf Jahren in der Politik lege ich mein Amt als Wirtschafts- und Digitalministerin zurück“, sagte Schramböck auf ihren Kanälen in den diversen sozialen Medien, zählte noch einmal ihre durchgesetzten Vorhaben auf und resümierte „Ich habe diesen Schritt nie bereut.“ Österreich sei ein solider Wirtschaftsstandort, so Schramböck, die sich auch bei Regierungskollegen, Sozialpartnern und Landeshauptleuten bedankte und meinte: „Es war mir eine Ehre für Österreich zu arbeiten und ich danke für das Vertrauen.“

Debatte um Ablöse
Bewegte Jahre hat die vormalige Managerin in der Politik hinter sich. Im Dezember 2017 übernahm sie die Agenden für Wirtschaft und Digitalisierung in der Regierungsperiode Kurz 1 und auch nach der Expertenregierung hatte sie das Amt erneut inne. Spekulationen über eine Ablöse der Quereinsteigerin gab es immer wieder, spätestens seit der Vorstellung der Internetseite „Kaufhaus Österreich“ – die Einkaufsplattform aus Steuergeld entpuppte sich als Flop. Mit ihrem Rücktritt zog sie Elisabeth Köstinger (Kärnten, VP) nach, die ihren Rückzug aus dem Landwirtschaftsministerium bereits am Vormittag kundgetan hatte. Wer den Platz nun einnimmt, war bis Redaktionsschluss noch offen.

Annahme des Nationalratsmandates?
Ob die gebürtige St. Johannerin nun öfter in der Heimat anzutreffen ist, das bleibt derzeit noch offen. Mit ihrem Abschied geht auch die Ära der ersten Ministerin aus dem Bezirk zu Ende. Offen ist ebenfalls noch, ob sie der Politik treu bleibt –ein Sessel im Nationalrat wäre ihr nach wie vor sicher.
Den Rückzug bedauert LH Günther Platter und dankte ihr „für ihren Einsatz für den Wirtschaftsstandort und ihre Bereitschaft, sich gerade in den schwierigen vergangenen Jahren, in den Dienst der Republik zu stellen.“

VP-Bezirks- sowie Wirtschaftskammerobmann Peter Seiwald betonte: „Die Ministerin hat sich immer besonders um die Anliegen des Bezirkes gekümmert.“ In wirtschaftspolitischer Hinsicht hob Seiwald hervor: „Gerade im Bereich der Lehrlinge und der Digitalisierung der Lehrberufe hat sie spürbare Akzente gesetzt.“ veh/gale

Bild: Margarete Schramböck zieht sich zurück. Foto: VP

 
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