20.06.2022
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Millioneninvestitionen notwendig

Offen wie selten informierten die St. Johanner Bergbahnbetreiber am Montagabend über die Zukunft des Skigebiets. Fazit: Die notwendigen Investitionen übersteigen die 50-Millionen-Grenze.

St. Johann | Am 14. Jänner 2022 begann bei den Bergbahnen St. Johann ein neues Zeitalter – Toni Pletzer, Jürgen Marbach und Nico Schönecker übernahmen das Zepter von der SkiStar, stiegen in die mit Heinz Schultz verhandelten Verträge ein und starteten durch.
Am Montagabend informierten Jürgen Marbach und Prokurist Robert Horntrich im vollen Kaisersaal schonungslos ehrlich über die Zukunft des Skigebiets. Und diese wird keine einfache sein: Rund 50 bis 60 Millionen Euro müssten investiert werden, um alles zukunftsfit zu machen. Alleine ein Neubau der Harschbichlbahn schlüge mit rund 25 Millionen Euro zu Buche, so die Betreiber.

Jürgen Marbach „bedankte“ sich bei SkiStar zwar für den Neubau der Eichenhoflifte, doch die Baustellen sind sonst derer viele. So stammt ein Großteil der Anlagen aus dem Jahr 1987, ist damit in die Jahre gekommen und müsse spätestens in  fünf Jahren einer Generalrevision unterzogen werden. Gerade das Thema Wartung sei ein problematisches – zum einen sei es schwierig, Wartungsfirmen für diese Anlagen zu bekommen, zum anderen übersteigen diese Sanierungen die Millionengrenze. Um dann vielleicht noch zehn bis 15 Jahre zu laufen. Es läuft also zum Teil auf Neubauten hinaus. Auch Werkstätten und Garagen entsprächen nicht mehr. „Wir haben einen Bedarf, der sich nicht wegreden lässt“, stellte Horntrich klar.

Kinderland wird nicht mehr betreut
Vorerst gilt es jedoch, einige schmerzhafte Einschnitte vorzunehmen – schon im heurigen Winter standen die Hochfeldlifte teilweise still. Sie werden jetzt ganz eingestellt. Unter anderem auch daher, weil sie sehr personalintensiv sind. Der Einstieg am Fuße des Rueppenhanges ist damit Geschichte. Angedacht wird der Bau eines Förderbandes vom Parkplatz Richtung Harschbichl-Talstation. Er erwarte sich einen erbosten Anruf Rainer Schönfelders, räumt Marbach ein. Schönfelder betreibt eines der beiden Hotels am Fuß des Rueppenhangs, die mit dem direkten Einstieg in das Skigebiet werben. Doch auch für die Skischulen dürfte diese Entwicklung einen bitteren Nachgeschmack haben: Das Kinderland wird nicht mehr betreut, sprich präpariert und beschneit.

Nicht zufrieden sind die Betreiber mit den Zustiegszahlen der Bauernalm von Oberndorf aus. Auch die Parkplatzsituation sei nicht befriedigend. Hier ist eine neue Abfahrt mit Ziel Tauwiesen Bergstation geplant, um die Abfahrt ins Tal attraktiver zu machen. Bisher gibt es hier neben einer sehr steilen Strecke nur einen langen, unattraktiven Ziehweg. Geplant ist die Realisierung für nächstes Jahr. Trotz allem lautet die Devise: „Ab sofort geht es nur noch aufwärts!“ Margret Klausner

Bild: Optimistisch in die Zukunft: Prokorist Robert Horntrich, Miteigentümer Jürgen Marbach und Bgm. Stefan Seiwald (v.l.). Foto: Klausner

 
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