22.02.2021
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Mehr Hilfe für Arbeitslose

Wer kurz vor dem Pensionsantritt steht, aber derzeit arbeitslos ist, hat wohl schlechte Chancen, noch einen Job zu finden.

Kitzbühel | „Wir fordern daher eine ‚Corona-Altersteilzeit‘. Damit könnte verhindert werden, dass diese Menschen am Ende ihres Erwerbslebens trotz jahrzehntelanger Arbeit in Existenznöte abrutschen“, sieht Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth hier eine sinnvolle Maßnahme zur Absicherung Betroffener.

Anstieg der Rate von 200 Prozent
Von den aktuell laut AMS im Bezirk Kitzbühel 4.215 arbeitslos Gemeldeten sind 1.330 über 50 Jahre alt. „Das entspricht einem Anstieg von fast 200% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Betroffenen haben aufgrund der Corona-Krise ganz einfach schlechte Aussichten am Arbeitsmarkt. Es geht darum, dass Menschen, die ihr ganzes Leben gearbeitet haben, nicht am Ende mit leeren Händen dastehen. Wir wollen ihnen damit auch die Würde zurückgeben, denn die meisten von ihnen haben völlig unverschuldet in der Krise ihren Arbeitsplatz verloren“, zeigt Patrik Tirof, ÖGB Regionalvorsitzender, auf. Das Modell der Gewerkschaft sieht ein Überbrückungsgeld in Höhe von 70 Prozent Nettoersatzrate für alle Langzeitarbeitslosen vor, die fünf oder weniger Jahre vor dem frühestmöglichen Pensionsantritt stehen. Zudem soll die Inanspruchnahme der „Corona-Altersteilzeit“ statt fünf schon zehn Jahre vor Pensionsantritt möglich sein.

Erleichterter Zugang zu Sozialleistungen
Die Gewerkschaft spricht sich zudem für eine generelle temporäre Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent Nettoersatzrate sowie einen erleichterten Zugang zu Sozialleistungen und Unterstützungsgeldern aus. „Die Politik ist zudem gefordert, schnellstmöglich konjunkturbelebende Maßnahmen zu ergreifen. Denn nur mit der Schaffung neuer Jobs kommen wir schnellstmöglich aus der Krise“, sagt Wohlgemuth.

Bild: Patrik Tirof und Philip Wohlgemuth präsentierten ihre Ideen für Arbeitslose in der Corona-Krise. Foto: ÖGB

Kurz notiert - Talk im Zeichen der Jugend
Innsbruck | Die nächste Veranstaltung des ÖGB Talkdays findet am Donnerstag, 18. Februar, um 19 Uhr live auf Facebook und Youtube statt. Zum Thema „Erleben wir gerade eine Lost Generation?“ diskutieren Sophia Kircher (ÖVP), Elisabeth Fleischanderl (SPÖ), Laura Egger (FPÖ), Andrea Haselwanter-Schneider (Liste Fritz) und Laura Flür (NEOS).

 
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