11.07.2021
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Max Foidl im Zeichen der Ringe

Bei den olympischen Sommerspielen in Tokio vom 24. Juli bis 9. August wird ein Athlet aus dem Bezirk Kitzbühel an den Start gehen. Max Foidl vertritt Österreichs Farben im Cross-Country-Bewerb. Der in Graz lebende St. Johanner ist nun der zweite Mountainbiker aus dem Team RV Tonis Pro Shop, der sich den Traum von Olympischen Spielen erfüllen kann.

Kirchberg | „Rennstall-Besitzer“ Toni Oberacher kann berechtigt stolz sein. Sein Team vom RV Tonis Proshop stellt nach 2008 und 2012 erneut einen Olympia-Teilnehmer. In Peking und London ging Lisi Osl an den Start und sicherte sich die Ränge 11 und 14. Nun tritt in Tokio jener Mann kräftig in die Pedale, der sie als kleiner Junge noch lautstark angefeuert hat. „Nicht, dass ich nicht auch gerne dabei wäre, aber ich finde es supercool, dass Max bei den olympischen Spielen fährt“, sagt Lisi Osl.

Zwei B-Limits reichten für die Nominierung
Eine Teilnahme bei den olympischen Spielen war auch für Max Foidl das große Ziel. Jedoch machte sich der 25-Jährige im Vorfeld für die Qualifikation keinen Kopf – das Reglement dafür interessierte ihn nicht wirklich. Chancen, das einzige Ticket für Österreich zu lösen, rechnete er sich aber aus.
Vier Rennen wurden für die Qualifikation vorgegeben – bei zwei Rennen erreichte Max das B-Limit. Das war im Vorjahr, einem Wettkampfjahr, das von Corona geprägt war. Heuer gab es zwei weitere Bewerbe und damit zwei weitere Möglichkeiten, das Limit zu erreichen. Max Foidl hatte dabei einen Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten: Er musste seine Ergebnisse „nur“ nochmals bestätigen. „Ich hatte im Frühling aber keine wirklichen Ergebnisse“, erzählt der Heeressportler.

Bei der ersten Möglichkeit wurde Max von einem technischen Defekt – einem Platten – gebremst. „Ich war auf die beiden Weltcups gut vorbereitet und hab mich gut gefühlt. Aber es ist alles schief gelaufen, was nur schief laufen kann“, resümiert Foidl. Mit einer gerissenen Kette am Start begann das WC-Rennen in Nove Mesto für den St. Johanner. Mit der neuen Kette wollte er seine Form beweisen und holte in einer Runde gut auf. Doch dann stürzte Foidl, verletzte sich am Kopf und musste zum Nähen ins Krankenhaus.
Die beiden Top-25-Platzierungen reichten am Ende aber aus. Max Foidl ist Österreichs einziger Starter im Crosscountry.

Bei Staatsmeisterschaft die Form bestätigt
Obwohl Max Foidl für die olympischen Spiele nominiert war, richtete er seinen Fokus zuerst voll auf die Staatsmeisterschaften aus. „Es war mir wichtig, den Titel zu holen und bestätigen, dass die richtige Entscheidung getroffen wurde“, erzählt Max. Er konnte seine Form unter Beweis stellen und wurde Staatsmeister.
Nun bereitet sich Max Foidl auf die olympischen Spiele vor. Die Herausforderung bei den Spielen werden sicher die Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit sein. „Das versuchen wir irgendwie zu simulieren“, sagt Max, der dafür Regenjacke und Gummihandschuhe anziehen wird. „Dies wird aber nicht den Großteil der Vorbereitung einnehmen“, ergänzt Max.
Bevor er seine Koffer packt und sich auf den Weg macht, wird er schon an der Zeitumstellung arbeiten, um den Jetlag gering zu halten.

Renntag: 26. Juli, 8 Uhr MEZ
Am 26. Juli um 15 Uhr startet Max Foidl dann in sein olympisches Rennen. Seine Fans dürfen sich freuen – bei uns läuft das Rennen um 8 Uhr morgens.  „Ich kann mich gut auf große Rennen einstellen. Wenn alles nach Wunsch läuft, ist ein Platz in den Top-15 sicher drin“, zeigt sich Max optimistisch. Wir drücken ihm auf alle Fälle die Daumen.

Lisi Osl: „Bin immer noch mit Herzblut dabei“
Für die zehnfache Staatsmeisterin Lisi Osl läuft es noch nicht rund. „Ich bin immer noch mit Herzblut dabei und voll motiviert. Aber es ist extrem schwierig und dünn geworden – es hat sich viel geändert in diesem Sport“, erzählt Lisi, die den Sport lebt. Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist sie nicht glücklich. „Es ist schwierig, alles ergebnisabhängig zu machen. Ich habe gut trainiert und neue Reize gesetzt, aber die Umsetzung in den Rennen fehlt noch“, analysiert die Kirchbergerin ihre Leistung. Nach ihrem Wechsel in ihrem Heimatverein, RV Tonis Pro Shop, bekommt sie zumindest vom Team keinen Druck mehr und kann konsequent arbeiten.  „Jetzt ist Halbzeit. Nach einer Rennpause geht es mit großen Bewerben wie der EM, WM und Weltcups weiter. Also noch viel Programm ab Mitte August – ich gehe schon davon aus, dass ich mich noch steigern kann“, zeigt sich Lisi Osl optimistisch. Elisabeth M. Pöll

Bild: Starke Fahrer brauchen ein starkes Team: Dirk Dengscherz, Rainer Lienher, Max Foidl, Hannes Vötter, Lisi Osl, Rainer Goy und Toni Oberacher (v.l.). Foto: Pöll

 
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