16.01.2021
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Loipen bleiben offen

Für die Verantwortlichen im Kaiserwinkl gab es von Anfang an keinen Zweifel, dass man die Loipen auch ohne Gäste in der Region aufbauen will. Die Einheimischen freuen sich riesig darüber.

Kaiserwinkl | „Die arbeiten hier perfekt!“ Vieles ist leichter zu ertragen, wenn man zumindest im Freien ein wenig Sport betreiben kann. „Sogar das Homeschooling“, wie ein Jugendlicher auf der Loipe meinte.
Ob im klassischen Langlaufstil oder als Skater – sowohl in Walchsee als auch in Kössen kann man beides problemlos ausüben und die Loipen werden auch bestens frequentiert. „Im Kaiserwinkl hat man genau zum richtigen Zeitpunkt mit der Investition in den Kunstschnee begonnen“, ist der Kössener Zahnarzt Thomas Friedlhuber überzeugt, der selber die Wochenenden und Feiertage nützt, um sich sportlich zu betätigen.

„Wir produzieren jetzt bereits den Schnee für die nächste Saison“, erklärt TVB-Obmann Gerd Erharter. Denn ohne diesen Depotschnee würde es auch im Kaiserwinkl mager aussehen auf den Loipen – so wie in vielen anderen Regionen.
Über 6.000 Kubikmeter Schnee wurden im vergangenen Winter produziert und rund zwei Drittel davon „überlebten“ den Sommer, eingehüllt in eine 50 cm dicke Hackschnitzelschicht und einer weißen Plane darüber. Zwar klumpt dieser Schnee etwas, das macht aber nichts, denn aufgebracht wird er von Traktoren mit Miststreuer-Anhängern.

Miststreuer wurde umfunktioniert
Durch die Welle, die normalerweise für die Verteilung des Stallmistes auf den Wiesen sorgt, wird dieser Schnee auch zerkleinert und eignet sich bestens. Auf den Wiesen muss, wegen sonstiger Flurschäden, der Boden erst gefroren sein, bevor eine 40 cm dicke Schneeschicht, die Grundlage für die Loipe, aufgetragen wird. 130 Traktorladungen voll Schnee wurden zur Mooslenz-Loipe in Kössen gefahren – eine Meisterleistung, die in wenigen Stunden erledigt war. Für die Dorfloipe in Walchsee wird direkt vom Schneelager beim Bauhof abgeholt und verteilt. „Ich bedanke mich bei den Anrainern, die am Abend bis spät in die Nacht hinein, den mit dem Loipenaufbau verbundenen Lärm, hingenommen haben“, sagt Erharter.

Jede der beiden Loipen ist ca. 2,2 km lang und die Jahreskosten dafür betragen etwa 50.000,- Euro. Getragen werden diese vom Tourismusverband Kaiserwinkl mit Unterstützung der Gemeinden Walchsee und Kössen.
Derzeit kommen fast täglich e-Mails ins Tourismusbüro, in denen sich die Menschen bedanken, dass man auch ohne Gäste die Loipe gebaut hat und dass die Außendienstmitarbeiter für eine derart gute Präparierung der Loipe sorgen. Darüber freut sich das Loipenteam ganz besonders.be

Foto: Der Untergrund für die Loipe wird mit Schnee aus dem Depot aufgebaut. Foto: TVB Kaiserwinkl

 
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