07.06.2021
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Langes Warten auf den Bescheid

Seit Wochen dreht sich im Bezirk alles ums Grillhendl, das Vereine als Take-away anbieten woll(t)en: Einerseits um die Tradition des guten Festhendls zu erhalten, andererseits um die Vereinskassen nach der Coronatristesse wieder zu füllen. Am Spieß dreht sich das Hendl erst seit kurzem, wie das jüngste Beispiel in Oberndorf zeigt. Es grenzt eher an einen Spießrutenlauf.

Bezirk, Oberndorf | Absagen mussten die Feuerwehren Kirchberg und Aurach ihr Take-away Angebot mit dem Grillhendl im Mai, der Kitzbüheler Anzeiger berichtete. Daraufhin gingen viele Vereine ihre Planungen besonders vorsichtig an, obwohl das Land Tirol nach mehrmaligem hin und her vergangene Woche mitgeteilt hat, dass „diese Zusammenkunft (...) unter Einhaltung der Bestimmungen des § 13 Abs. 2 (keine Anzeige erforderlich) oder Abs. 3 (Anzeige erforderlich) und unter Einhaltung der allgemeinen rechtlichen Rahmenbedingungen stattfinden“ darf. Mit dem Zusatz, dass jedenfalls zu beachten ist, dass die Speisen und Getränke nicht am Ort der Zusammenkunft konsumiert werden. Das Verabreichen von Speisen und Getränken ist bei Veranstaltungen ohne zugewiesene und gekennzeichnete Plätze nämlich nicht erlaubt. Auch nicht aufgrund der Lockerungen, die die Bundesregierung bekannt gegeben hat (siehe Infokasten).

Bescheid bekommen
Somit alles im grünen Bereich, glaubte man bei der Feuerwehr Oberndorf. Nach dem Erfolg vom vergangenen Jahr suchte man für die Genehmigung des Take-Aways für das zweite Juniwochenende bei der Gemeinde an. Von dort leitete man die Meldung zur Genehmigung an die Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel weiter. Auf telefonische Nachfrage gab es dann am Montagnachmittag endlich den Bescheid. „Wir sind nun froh, dass wir das Take-away machen dürfen“, sagt Feuerwehrkommandant Paul Landmann.
Warum die Genehmigung nun solange auf sich warten ließ, darüber wollte bei der Bezirkshauptmannschaft niemand Auskunft geben und man verwies auf die Abwesenheit der zuständigen Sachbearbeiterin.

Bestellungen werden nun angenommen
Für die Oberndorfer Feuerwehr heißt es nun durchstarten. Verkauft werden die Hendl am Samstag, 12. Juni, von 17-20 Uhr und am Sonntag, 13. Juni, von 10.30-14 Uhr. Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Abholzeiten ausgeweitet, damit es zu keinen Menschenansammlungen kommt. „Das Abholen ist nur mit Auto möglich“, erklärt Landmann eine weitere Änderung.

Vorbestellungen sind bis Dienstag, 8. Juni, 18 Uhr mit folgenden Daten wie Namen, Anschrift, Abholzeit, Telefonnummer und Stückzahl an oberndorf@feuerwehr.tirol bzw. per WhatsApp unter 0664/5050597 möglich. Ebenso können Kuchen in Vierer- und Sechser Packung bestellt werden. Der Hendlgriller wird am 13. Juni auch in Hochfilzen beim Kulturhaus angeworfen. Bestellungen sind dort bei den Obleuten der Landjugend möglich: Tel. 0650/3544066.

Service für Vereinsanfragen
Die Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel hat nun auf die Unsicherheiten bei den Vereinen und deren Festen reagiert und eine eigene Mailadresse eingerichtet. Unter bh.kb.corona-veranstaltungen.tirol.gv.at kann man sich dorthin wenden. Verena Mühlbacher

Bild: Die Festhendl gibt‘s am zweiten Juniwochenende von der Feuerwehr in Oberndorf (Bestellung bis 8. Juni) und die Landjugend in Hochfilzen grillt ebenso, Bestellung bis 10. Juni.Foto: pixabay

Angesagt - Aufatmen für Vereine
Bezirk | Zum Anfang gleich die gute Nachricht: Ein Vereinsleben ist ab 10. Juni wieder möglich. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist die 3-G-Regel: Teinehmer müssen geimpft, getestet oder genesen sein. Dies hat die Bundesregierung in einer Pressekonferenz vorige Woche bekannt gegeben. Die Vorschrift, dass pro Person 20 Quadratmeter Platz sein müssen, entfällt, somit dürfen Chöre und Musikkapellen wieder normal proben. Ohne Abstands- oder m2-Regeln kann man sich auch in Sportvereinen treffen. Außerdem fällt die Maskenpflicht ab 10. Juni im Freien. Des Weiteren wird die Sperrstunde von 22 auf 24 Uhr verlegt.

Tirol Zualosn auch 2021
Das sind perfekte Voraussetzungen für die Initiative „Tirol zualosn“, die auch heuer wieder stattfindet. Das Land Tirol stellt hierfür 250.000 Euro zur Verfügung. Die organisatorische Abwicklung läuft erneut über den Tiroler Volksmusikverein.
Weitere 200.000 Euro gibt es für die neue Förderschiene „Tirol. Komm auf die kulturspielwiese“: Konkret soll dabei die neu geschaffene Plattform als Marktplatz für Musiker und Gastronomiebetriebe dienen. Ab sofort können Bands aller Musikgenres ihr Repertoire anbieten, Gastwirte hingegen haben die Möglichkeit, ihre Location zu präsentieren.

 
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