18.07.2021
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Landschaftsplaner mit im Boot

Nichts dem Zufall überlassen die Kössener, wenn es um die Errichtung des neuen Gewerbegebietes geht. Bei einem Workshop saßen nicht nur die Gemeindeverantwortlichen mit am Tisch, auch Vertreter des Landes, sowie Architekten redeten mit.

Kössen | “Wir wollen bei der Errichtung unseres neuen Gewerbegebietes einfach keine Fehler machen, daher haben wir alle relevanten Stellen an einen Tisch geholt “, betont Kössens Bürgermeister Reinhold Flörl. Er befasst sich schon seit Monaten mit diesem ehrgeizigen Projekt, hat auch so manchen Blick auf andere Gemeinden geworfen und will Fehler, wie sie da und dort passiert sind, in jedem Fall vermeiden.
Wie berichtet, konnte der Tiroler Bodenfonds durch die  Vermittlung der Gemeinde  eine rund 36.000 Quadratmeter große Fläche in zentraler Lage erwerben. Da diese genau an der Gemeindegrenze liegt, konnten die Kössener auch die Schwendter mit ins Boot holen, um ein sogenanntes interkommunales Gewerbegebiet zu errichten.

Dieser Tage lud Flörl zu einem ganz besonderen Workshop in den Kaiserwinkl. Nicht nur Vertreter der beiden Gemeinden, sondern u.a. auch Architekten, Landschafts- und Raumplaner sowie Mitglieder der Tiroler Dorferneuerung nahmen daran teil. Auch erste konkrete Interessenten, die ihre Unternehmen dort ansiedeln wollen, waren mit dabei. Der Tag stand ganz im Zeichen der Gestaltung des neuen Gewerbegebietes.

Bis zur Begrünung alles im Vorfeld durchgeplant
„Wir wollen alle Punkte bis hin zur Begrünung im Vorfeld ausdiskutiert haben“, betont Flörl. Der Gemeinderat beschloss inzwischen auch die Durchführung einer strategischen Umweltprüfung.
Derzeit wird an einem umfangreichen Kriterienkatalog für Interessenten gearbeitet. Die Gemeinde legt ihr Augenmerk vor allem auf die zu schaffenden Arbeitsplätze. „Ein Transportunternehmer etwa, der 3000 Quadratmeter asphaltierten Grund braucht, aber nur einen oder zwei Mitarbeiter beschäftigt, wird keine Chance haben“, so der Dorfchef. Keine Einschränkung gibt es übrigens bei der Größe der Grundstücke – jeder Unternehmer bekommt soviel er braucht, wenn die Anzahl der Arbeitsplätze stimmt.

Dass so großes Interesse besteht, freut Flörl naturgemäß. Lassen die angesiedelten Unternehmen über kurz oder lang natürlich die Gemeindekassen klingeln. Dass die Nachbargemeinde Schwendt dabei ist, erleichtert ebenfalls vieles. „Dank der Zusammenarbeit erhalten wir z.B. viel Unterstützung durch das Land“, sagt Flörl. Die Schwendter bekommen übrigens zukünftig von jedem Euro, den Kössen einnimmt, rund 15 Cent – ohne viel beitragen zu müssen. Die Baumaschinen sollen bereits im Frühjahr 2022 auffahren. Margret Klausner

Bild: Auf dieser Wiese sollen sich ab nächstem Jahr die ersten Unternehmen ansiedeln.Konkrete Interessenten waren beim Workshop auch schon mit dabei. Foto: Klausner

 
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