01.04.2022
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Kritik an Vierer-Gemeindevorstand

Mit drei Mandaten steht Bürgermeister Martin Mitterer der absoluten Mehrheit von „Wir für St. Ulrich“ mit sieben Abgeordneten gegenüber. Dies zeigte sich auch bei der konstituierenden Sitzung, wo es gleich zu zwei Überraschungen kam.

St. Ulrich | Mit Mehrheiten muss sich nun Neo-Ortschef Martin Mitterer in St. Ulrich arrangieren. Im Gemeindevorstand wird zukünftig auf nur mehr vier Mitglieder gesetzt, bisher waren es fünf. Sehr zum Leidwesen der Fraktion „Nuaracher Demokraten“, die mit zwei Mandaten im Gemeinderat vertreten sind. „Warum können wir den Vorstand nicht bei fünf belassen?“, fragt Marcel Freytag nach und ergänzt, dass seine Liste es für ein Manöver hält, wenn sie ausgeschlossen wird.

Listenführer Klaus Pirnbacher von „WIR“ erklärt, dass es von 2010 bis 2016 vier Vorstände gab: „In diesem Fall ist es so, dass die besondere Situation besondere Entscheidungen braucht.“ Das zeigte sich beim Abstimmungsergebnis: zehn stimmten dafür und drei dagegen. Neben den zwei Demokraten war es auch Bürgermeister Mitterer, der einen größeren Vorstand befürwortet hätte. Er selbst bildet nun den Vorstand mit Klaus Pirnbacher, Mario Horngacher und Katharina Würtl (alle WIR).

Überraschende Aufstellung
Die nächste Überraschung gab es bei der Wahl des Vizebürgermeisters: Nicht Pirnbacher (in der Stichwahl unterlegen) oder Mario Horngacher (2.) hieß der Wahlvorschlag, sondern Listendritte Katharina Würtl. Mit elf Ja, einer Nein und einer ungültigen Stimme fiel das Ergebnis klar aus: „Ich glaube, es ist eine Überraschung für alle. Für uns ist es aber die beste Lösung für eine gute Zusammenarbeit.“

Martin Mitterer schloss seine erste Sitzung mit einem Versprechen, das Beste für St. Ulrich zu tun und fordert von allen Gemeinderatsmitgliedern aktive Mitarbeit: „Ich bin mir sicher, dass wir Vieles weiterbringen werden.“ Applaus gab es von den 40 Zuhörern. Verena Mühlbacher

Bild: Bürgermeister Martin Mitterer und Vizebürgermeisterin Katharina Würtl bilden das neue Führungsduo in St. Ulrich. Fotos: Mühlbacher

Vermerkt - Aufregung bleibt groß
Auch einen Tag nach der konstituierenden Sitzung gehen die Wogen bei den „Nuaracher Demokraten“ noch hoch. Listenführer Christoph Staffner (bei der Sitzung verhindert) schreibt in einem Mail an den Kitzbüheler Anzeiger gar von einem Eklat: „Das Wahlkampfversprechen, mit allen Kräften zusammenzuarbeiten, erlebte nicht einmal die konstituierende Gemeinderatssitzung.“ Die Begründung, dass seine Liste nicht im Gemeindevorstand ist, erzürnt ihn. „Es zeigt sich schon, wer Zusammenarbeit und Demokratie ernst meint und wer nicht,“ so Staffner.

 
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