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07.03.2021
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Kleine Atempause, keine Entwarnung

Durch die Öffnungen im Handel gibt es im Vergleich zum Jänner dieses Jahres in Tirol um 2.768 weniger Arbeitslose. Der Zähler liegt wieder unter der 40.000-Marke.  Nach einem Jahr Corona-Pandemie ist Tirol aber nach wie vor mit einer ausgesprochen hohen Arbeitslosigkeit konfrontiert, wie das AMS aufzeigt.  

Bezirk, Tirol | Bei einem prognostizierten Stand von 312.000 unselbständig Beschäftigten (ein Minus von 46.000 Personen im Vorjahresvergleich) und 38.471 vorgemerkten Arbeitslosen betrug zum Stichtag 28.02.2021 die Arbeitslosenquote in Tirol 11,0 Prozent (Februar 2020: 4,1 Prozent). Ende Februar kam es mit +23.164 oder +151,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu einem deutlichen Anstieg an vorgemerkten arbeitslosen Personen in Tirol. Gleichzeitig stieg in Österreich die Arbeitslosigkeit um +102.995 Personen oder +30,8 Prozent auf insgesamt 436.982.

Rasche Reaktion auf die Öffnung
„Die Entwicklungen im Februar zeigen, dass der Arbeitsmarkt schnell und positiv auf Lockerungen durch Öffnungen reagiert. Etliche Personen aus dem Handel haben zu arbeiten begonnen, die Arbeitsaufnahmen im Bau sind durch die winterlichen Verhältnisse in den letzten Wochen allerdings noch verhalten. Die Hauptgründe für die ausgesprochen hohen Arbeitslosenzahlen sind aber eindeutig der Ausfall der Wintersaison und die aktuellen Unsicherheiten in der Gastronomie und Hotellerie.

Im Vergleich zum Februar 2020 haben wir aktuell eine Arbeitslosigkeit, die um +150 Prozent höher ist – ohne Tourismusbranche wären es +73 Prozent“, kommentiert AMS-Landesgeschäftsführer Alfred Lercher die Situation.  Dabei sind Reutte (+440 Prozent) sowie die Tourismushochburgen Landeck (+380 Prozent) und Kitzbühel (+249 Prozent) besonders betroffen. In Reutte muss allerdings angemerkt werden, dass die Ausgangssituation vor einem Jahr Vollbeschäftigung war, und die Steigerungen um über 400 Prozent absolut betrachtet relativiert werden können. Wir haben aber in Tirol in allen Bezirken eine Ausnahmesituation am Arbeitsmarkt.

Hoffen auf grünes Licht für die Gastronomie
„In Tirol kann man davon ausgehen, dass wir erst mit Öffnung der Gastronomie eine merkliche Entlastung der Situation erleben werden. Bis dahin erhalten arbeitslose Saisonkräfte Aus- und Weiterbildungsangebote, damit die Wartezeit auf den Arbeitsbeginn sinnvoll überbrückt werden kann. Unsere AMS Tirol Joboffensive - für alle von Corona am Arbeitsmarkt Betroffenen - nimmt jetzt so richtig Fahrt auf. Allein im Februar 2021 haben 756 Personen eine Aus- und Weiterbildung begonnen. Das sind knapp 200 Personen mehr als im Vorjahr.

Unsere Joboffensive ist ein wichtiger Beitrag, um die individuellen Chancen für Arbeitsuchende zu erhöhen – und ein Beitrag für den Tiroler Wirtschaftsstandort, der gerade jetzt Fachkräfte benötigt,“ ergänzt Alfred Lercher. Neben der Joboffensive ist nach wie vor Kurzarbeit das wichtigste Instrument, um Beschäftigungen in der Krise zu sichern. In Phase III haben rund 6.900 Betriebe Kurzarbeit beantragt. Aktuell sind über 47.000 Menschen in Kurzarbeit. Ab 1. April beginnt die Kurzarbeit Phase IV, die voraussichtlich bis Ende Juni dauert.

Bild: Zwar zeigen sich in der Arbeitsmarkt-Statistik schon die Öffnungsschritte im Handel, dennoch ist Tirol weiterhin mit einer hohen Arbeitslosigkeit konfrontiert. Symbolfoto: Pixabay

 
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