Westendorf

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März 2019 5 Thema Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern 18 Prozent fehlen noch ... 18,3 Prozent beträgt der Lohnunterschied in Tirol zwischen Frauen und Män- nern. Innerhalb von zehn Jahren ist die Lücke aber von 24,2 Prozent auf 18,3 Prozent gesunken. Um diese Lücke weiter zu schließen, muss man die Kinderbetreu- ung weiter ausbauen. Klas- sische Rollenbilder (Frau zu Hause, Mann bei der Arbeit) würden dazu führen, dass die Verdienstmöglichkei- ten für Frauen noch immer bescheidener seien als für Männer. Zwar wirkt sich die Teilzeit nicht unbedingt auf die Net- tostundenlöhne aus, beim Lebenseinkommen jedoch umso mehr. Dass die Brut- tostundenlöhne insgesamt von Teilzeitkräften gerin- ger seien als jene von Voll- zeitbeschäftigen, führen die Studienautoren auf die überwiegend weibliche Zahl der Teilzeitkräfte zurück. In Tirol liegt die Teilzeitquo- te bei Frauen mit rund 53 Prozent höher als im Öster- reichschnitt mit 48 Prozent. Im EU-Vergleich ist das ein schlechter Wert. Innerhalb der EU-28-Länder liegt der Anteil teilzeitarbeiten- der Frauen bei 33 Prozent. Allerdings: Nicht wenige Frauen wollen ganz bewusst nicht ganztägig beschäftigt sein. In Tirol lässt sich ein T eil der Lohnlücke auch durch den Branchenmix erklä- ren. Frauen entscheiden sich nach wie vor eher für Branchen, die schlecht be- zahlen. Trotz vieler Kam- pagnen wählen demnach die Mädchen noch immer die gleichen Lehrberufe, die Burschen fassen mehre- re unterschiedliche Jobs ins Die zunächst schon für 2019 angekündigte Abschaffung des Wechsels zwischen Sommer- und Winterzeit lässt sich in der Europä- ischen Union so schnell nicht umsetzen. Frühestens 2021 ist es soweit, dass die Zeitumstellung beendet wird. Hintergrund der Diskus- sion war bekanntlich eine Online-Umfrage: Mehr als 80 Prozent der 4,6 Millio- nen Teilnehmer hatten für ein Ende der Zeitumstel- lung plädiert, darunter drei Millionen aus Deutschland. Aber: Insgesamt hat die EU mehr als eine halbe Milliar- de Einwohner. In Deutsch- land nahmen 3,79 Prozent der Bevölkerung an der Umfrage teil, in Österreich 2,94 Prozent. In Österreich sprach sich eine Mehrheit von 77 Prozent für ein Ende der Zeitumstellung aus, in der gesamten EU 84 Pro- zent. Auf EU-Ebene wird nur ent- schieden, ob es den Wechsel zwischen Winter- und Som- merzeit noch geben soll. Welche Zeit in den einzel- nen Ländern gilt, ist indes nationale Angelegenheit. Die EU-Staaten sollen wäh- Ende der Zeitumstellung verschoben Auge. Frauen gehen aber oft nicht freiwillig in schlecht bezahlte Branchen, sondern weil es dort, wie im Handel beispielsweise, flexible Ar- beitszeitmodelle gibt. Der Anteil der Frauen bei den Niedriglohnbeschäftig- ten macht laut Studie in Ti- rol 21 Prozent aus. Bei den Männern sind es nur acht Prozent. Die gute Nachricht zum Schluss: Mit 72 Prozent ist die Erwerbsquote bei Frauen in Tirol hoch. Quelle: TT len können, ob sie dauerhaft Winter- oder Sommerzeit haben wollen. Probleme macht nun die Koordinie- rung zwischen den Ländern. Derzeit gibt es in Mitteleu- ropa eine große Zeitzone von Polen bis Spanien, zu der Österreich, Deutschland und 15 weitere EU-Länder gehören. Sie soll zugunsten von Reisenden und Handel möglichst erhalten bleiben. Doch käme für alle 17 Staa- ten die Sommerzeit, hieße das für Spanien im W inter Dunkelheit bis kurz vor 10 Uhr. Einigen sich alle auf Winterzeit, würde es in W ar- schau im Sommer schon um 3 Uhr hell. Die Zeitumstellung zweimal im Jahr dämpft diese Ext- reme. Vielleicht sei sie also nötig, um die große mittel- europäische Zeitzone zu be- wahren, geben Diplomaten zu bedenken. In den EU-Staaten werden seit 1996 am letzten Sonn- tag im März sowie am letz- ten Sonntag im Oktober die Uhren jeweils eine Stunde umgestellt. Ob und wann sich das ändert, ist also wie- der offen. Quellen: APA, dpa, TT Mädchen wenden sich meist „typisch weiblichen“ Lehrbe- rufen zu (Symbolbild: pixabay).
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