11.11.2022
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KitzSki ist für Herausforderungen gewappnet

Hinter der Bergbahn AG Kitzbühel liegt die beste Sommersaison in der Geschichte des Unternehmens. Vor ihr liegt ein Skiwinter zwischen Energiekrise und Inflation. Der Skibetrieb soll ohne Einschränkungen erfolgen.

Kitzbühel | Mit fünf Millionen Euro Umsatz, die in der abgelaufenen Sommersaison erwirtschaftet und 9.000 Ski-Saisonkarten, die allein bis Anfang November verkauft worden sind, wartet der Aufsichtsratsvorsitzende der Bergbahn AG Kitzbühel, Bürgermeister Klaus Winkler, mit erfreulichen Zahlen auf. Im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit hat sich die Anzahl der Bike-Tickets heuer sogar verdreifacht. Außerdem konnte der Absatz der Sommerwanderkarten um 25 Prozent gesteigert werden, ergänzt Bergbahn-Vorstand Anton Bodner.

Alle Anlagen sollen in Betrieb gehen
Trotz dieser positiven Entwicklung ist man sich der großen Herausforderungen in der bevorstehenden Saison wohl bewusst. Die Bergbahn AG Kitzbühel stellt sich auf einen harten Winter ein. Es soll gespart werden, aber nicht am Gast. „In Summe legen wir heuer noch mehr Wert auf die Qualität unserer Pisten und auf das Kundenservice“, schildert Bodner, „der Skibetrieb soll ohne spürbare Einschränkungen für unsere Gäste von statten gehen.“
Alle Anlagen, so ist es geplant,  werden in Betrieb genommen und auch die Beschneiung soll flächendeckend im gesamten Skigebiet erfolgen. „Hervorragende Pisten und das Bergerlebnis sind unsere Produkte. Davon leben wir“, stellt Bodner klar. Gemeinsam mit Winkler hebt er die Bedeutung  des Unternehmens hervor.

Kritische Stimmen aus dem Flachland, so Klaus Winkler, die den Skibetrieb in der Energiekrise generell verurteilen und Skifahren als reines Lust- und Freizeitvergnügen sehen, weist der Aufsichtsratsvorsitzende scharf zurück: „Wir können die Lift- und Schneeanlagen nicht einfach abstellen. Die Bergbahn AG ist ein wichtiger Arbeitgeber und ernährt viele Familien.“ Den oftmals gehörten Vorwurf der Gewinnmaximierung lässt auch Vorstand Bodner nicht gelten. Er stellt klar: „Wir machen das nicht aus Spaß, sondern nehmen unsere Rolle als Leitbetrieb in der Region sehr ernst.“
Nichtsdestotrotz ist der effiziente und sparsame Umgang mit den Ressourcen von enormer wirtschaftlicher Bedeutung. Kitzbühels Seilbahnunternehmen zeigt sich gerüstet und ist zuversichtlich, die massiv gestiegenen Stromkosten zu stemmen. In einer Arbeitsgruppe wurden 150 Maßnahmen erarbeitet, die Strom, Gas und Treibstoffverbrauch im Skiwinter senken sollen. Die Ziele sind ambitioniert: Zwischen 8 und 10 Prozent der Kosten sollen dadurch eingespart werden.

Neue Lifte gibt es heuer nicht,  schildern Bodner und sein Vorstandskollege Christian Wörister, stattdessen setzt man auf noch mehr Kundenservice.

Neu: Pistenleitsystem  und Online-Rabatte
Ein neues und modernes Pistenleistsystem wurde gemeinsam mit der Firma Sitour entwickelt und ersetzt den „Schilderwald“ aus der Vergangenheit. Die neuen Infotafeln sind an 80 gut sichtbaren Standorten im gesamten Gebiet zu finden und dienen den Gästen als Orientierungshilfe.
Neu sind heuer Online-Rabatte auf Tickets im Webshop, wie Vorstand Christian Wörister erläutert. „Je früher ein Ein- oder Mehrtagesticket gekauft wird, desto höher fällt die Vergünstigung aus. Es können bis zu 20 Prozent gespart werden.“ Darüber hinaus werden wie gewohnt vergünstigte Tarife über Aktionen und Kitz Ski Specials in der Spar- und Basis-Saison für die gesamte Familie angeboten.

Schwarze Null wird heuer erreicht
Nach dem Corona-Einbruch – 11,5 Millionen Euro Verlust wurden im Vorjahr eingefahren – ist die Führungsriege der Bergbahn sehr zuversichtlich, das laufende Wirtschaftsjahr Ende November „mit einer schwarzen Null“, so Bodner, abzuschließen. Alexandra Fusser

Kurz notiert
KitzSki spart Ressourcen ein
Kitzbühel | „Energie sparen und Ressourcen schonen“, ist für die Bergbahn AG Kitzbühel das Gebot der Stunde. Eine eigene Arbeitsgruppe und die einzelnen Betriebsleitungen evaluieren laufend den Energieverbrauch und setzen Maßnahmen zu dessen Senkung. Eine ganze Palette an Einsparungen wurde bereits festgelegt.

Schneemanagement
Die Schneeauflage wird zentimetergenau ausgebreitet. Möglich ist das durch Schneehöhenmessung, hochmoderne Pistenmaschinen und energieeffiziente Schneeerzeuger. Pistenmaschinen werden vermehrt mit schadstoffarmen und effizienten Treibstoffen betankt.
Sitzheizungen
Die Sitzheizungen werden entsprechend der Außentemperatur, der Sonneneinstrahlung und dem Gästeaufkommen automatisiert geregelt, um Energie zu sparen. Erst ab Temperaturen unter 5 Grad Celsius werden die Sitzheizungen aktiviert.
Fahrgeschwindigkeiten
Die Fahrgeschwindigkeiten der einzelnen Anlagen werden dem Gästeaufkommen entsprechend reguliert – Stoßzeiten sind davon ausgenommen. Die Liftanlagen sind heuer über den gesamten Winter von 8.30 Uhr bis 16 Uhr in Betrieb.
Kein Nachtskilauf
Der abendliche Skibetrieb am Gaisberg wird heuer auf Eis gelegt. Für Rodler ist die Auffahrt mit dem Gaisberglift bis 20 Uhr möglich, das Flutlicht der Rodelbahn wird um 22 Uhr ausgeschaltet.
Gebäudeheizungen
Die Raumtemperatur wird flächendeckend den jeweiligen Außentemperaturen entsprechend angepasst und abgesenkt.
Weniger Beleuchtung
LED-Lampen ersetzen herkömmliche Beleuchtungskörper,  auf Deko-Beleuchtung wird verzichtet und die Dauer der Bedarfsbeleuchtung reduziert (Sparbeleuchtung).
Stromerzeugung
Es werden fünf zusätzliche Photovoltaikanlagen in Betrieb genommen. ali

 
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