30.06.2021
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Kienzingbach wird gezähmt

In den letzten Jahren kam es beim Kienzingbach in Kirchberg immer wieder zu Hochwässern mit starkem Geschiebetrieb. Die Wildbach- und Lawinenverbauung, Gebietsleitung Unteres Inntal, plant nun ein Verbauungsprojekt.  Die Umsetzung sollte voraussichtlich im kommenden Jahr beginnen.

Kirchberg | Der Kienzingbach im Bereich der Talstation der KiWest ist kein unbeschriebenes Blatt. Übertretungen gab es in vergangenen Jahren schon oft, doch nun häufen sich diese. Zuletzt brachte der Bach Anfang Juni in Zusammenhang mit einem Gewitter Geröll ins Tal, die L203 – die Landstraße nach Aschau – war dadurch für einige Stunden nicht passierbar. In den letzten Jahren häuften sich aber diese Ereignisse, immer wieder musste die Feuerwehr Aschau ausrücken, um die Straße zu sichern und die Talstation der KiWest auszupumpen.

Dimension des Geschiebes stark angewachsen
„Mit dem Kienzingbach gab es schon früher immer wieder mal Probleme, jedoch nie in solchen Dimensionen“, erzählt Bürgermeister Helmut Berger. Es gibt zwar keinen Grund für Sorge und schon gar nicht für Panik, jedoch ist die Gemeinde bemüht, die Situation zu verbessern. „Es ist schon eine erstaunliche Menge an Material, die der Bach anschwemmen kann. Das wollen wir eindämmen“, sagt Bürgermeister Berger.

Seitens der Gemeinde wurden Gespräche mit der Bergbahn Westendorf, der Wildbach- und Lawinenverbauung sowie der Straßenmeisterei geführt, um eine Lösung herbeizuführen. „Im Graben gibt es noch eine Stelle, die herunterbrechen könnte, daher baten wir, dies genau zu begutachten“, erzählt Berger. Diese Stelle wurde von einem Geologen und den Zuständigen der WLV genau unter die Lupe genommen.

Umsetzung soll im kommenden Jahr folgen
Die vermehrten Hochwässer mit starkem Geschiebetrieb beim Kienzingbach, der in die Aschauer Ache mündet, kann die WLV Unteres Inntal nur bestätigen.

Für die WLV Unteres Inntal erhält der Kienzingbach nun oberste Priorität. „Seitens der Wildbach- und Lawinenverbauung ist es vorgesehen, noch in diesem Jahr mit der Ausarbeitung eines Verbauungsprojektes zu beginnen. Die Umsetzung eines Schutzprojektes kann dann – nach technischer, finanzieller und rechtlicher Genehmigungen – voraussichtlich im nächsten Jahr begonnen werden“, berichtet Andreas Haas, Leitung WLV Unteres Inntal.  
Elisabeth M. Pöll, Foto: Zoom Tirol

 
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