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22.01.2023
News  
 

JUGENDREDAKTION: Rennen am Hahnenkamm in Kitzbühel

Um das Hahnenkammrennen durch möglichst viele unterschiedliche Blickwinkel zu betrachten, wurden mehrere Jugendliche von uns als Jugendredaktion dazu interviewt. Ihre Haltungen zu diesem außergewöhnlichen Event haben wir auf diesen Seiten zusammengefasst.

Kitzbühel | Anna Schipflinger und Helena Nikoli interviewten den 17-jährigen Gideon Egger aus Jochberg, der selbst in der Jugendredaktion tätig ist.

Denjenigen helfen, die Hilfe brauchen
Gideon übernimmt während des Hahnenkammrennens eine unterstützende Funktion für Rollstuhlfahrer und bringt sie zu den dafür vorgesehenen Tribünen. Auf die Frage, wie der Jugendliche seine Arbeit während des Events wahrnimmt, antwortete er positiv. Er findet es großartig, wie die einheimischen Mithelfer hier als Team zusammenwachsen. Kritikpunkte beschreibt Gideon Egger aber trotzdem. Aufgefallen ist ihm, dass man als Helfer für Rollstuhlfahrer trotz auffälliger Kleidung achtlos und  rücksichtslos behandelt wird. Trotzdem würde er nicht eine andere Arbeit ausführen wollen. AnSchi und HenNi

Einzigartige Stimmung in Kitzbühel
Für Julian Haas (16 Jahre) aus Brixen – begeisterter Skifahrer und Mithelfer beim Hahnenkammrennen – gehört das Ereignis einfach zu Kitzbühel dazu. Er verbindet damit eine einzigartige Stimmung, die durch die tausenden Fans ermöglicht wird. Jedoch führt das Gedränge der unzähligen, aufgeregten Menschen bei der Tribüne zu viel Stress, deshalb verfolgt Julian das Spektakel oberhalb des Ziels. Obwohl man sich bei den großen Menschenmengen teils schlecht zurechtfinden kann, hat er schon zufälligerweise Bekannte getroffen.
Als Julian zuletzt das Spektakel mitverfolgte, war das Ausgehen danach noch nicht relevant, heuer aber freut er sich schon darauf. Er ist bei diesem Skiereignis nicht nur als Zuschauer anwesend, sondern auch im Aufbautrupp vom Ski Club engagiert, bei dem er seit vielen Jahren Mitglied ist. Mit Freude stellte er vor dem Rennen Werbung an der Strecke auf und baute diese nach dem Rennen wieder ab. Obwohl die freiwillige Arbeit den ganzen Tag dauert, macht es ihm jedes Mal wieder große Freude. HaHo

Viel Action im Sanitäterteam
Für Eva Huber, eine 23-jährige Lehrerin, die seit 2018 auch Sanitäterin beim Roten Kreuz ist, bedeutet das Hahnenkammrennen die Freude am alpinen Skisport aufleben zu lassen.
Beim Hahnenkammrennen war sie bereits zwei Mal als Sanitäterin und einmal als Jugendreporterin vor Ort. Durch die vielen Menschen verliere man oft schnell den Überblick, was es dem Ambulanzteam erschwere, einzelne Personen mit den verschiedensten Verletzungen und Erkrankungen zu finden. Eva ist Teil des Bergetrupps, in dem sie und andere Rettungshelfer in verschiedenen Zonen unterwegs sind und die Umgebung auf mögliche Notfälle beobachten. Am meisten ist ihr der Austausch im Team, aber auch die Arbeit mit anderen Blaulichtorganisationen in Erinnerung geblieben. Meistens herrscht beim Hahnenkammrennen eine gute Stimmung und es treffen verschiedenste Nationen aufeinander, was ihr am besten gefällt. Weniger positiv sieht sie den übermäßigen Konsum von Alkohol und die darauffolgende Leichtsinnigkeit mancher Zuschauer, denn diese bringen nicht nur sich selbst, sondern auch andere in Gefahr. NicR und ResL

Ausgelassene Party in der Stadt
Auch Philipp Stocker, ein 21-jähriger Student aus St. Johann, ist Beteiligter am Hahnenkamm-Wochenende. Philipp ist in einer Hütte des Badmintonclubs in der Fan-Zone der Innenstadt tätig. Das Spektakel werde erst durch eine große Anzahl von Mithelfern und Freiwilligen möglich gemacht. Wieviel Aufwand dahintersteckt, sehe man als „einfacher“ Zuseher jedoch nicht, meinte Philipp.
Er war schon mehrere Male als Arbeitskraft beim Hahnenkammrennen mit dabei. Für Arbeitende im Partygeschehen ist es andererseits fragwürdig, ob eine Sportveranstaltung mit solch auffälligem exzessiven Alkoholkonsum moralisch Jahr für Jahr überhaupt noch vertretbar ist. AnSchi und HenNi

Bilder:
1) Ein seltener Anblick: Die Streif ohne Zuschauer (Aufnahme vom Jänner 2022). Foto: Gideon Egger (Jugendredakteur, GEg)
2) Julian beim Aufbau-Einsatz auf der Streif. Foto: Günter Schmid
3) Eva und ihr Team ist wieder bei den Hahnenkammrennen im Einsatz. Foto: Rotes Kreuz Kitzbühel
4) Gute Stimmung erhoffen sich die Mitarbeiter am Stand des Badmintonclubs in der Fan-Zone. Foto: Philipp Stocker

 
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