11.05.2021
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„Innovation ist wichtig für den Bezirk“

Die Wirtschaftskammer Kitzbühel legt einen Schwerpunkt auf die Themen Innovation und Digitalisierung. Im Zuge dessen besuchte Bezirksobmann Peter Seiwald kürzlich innovative Unternehmen im Bezirk, unter anderem auch die  „Lambda Wärmepumpen GmbH“.

Brixen | Gerade einmal vor zwei Jahren, Anfang 2019, starteten Florian Entleitner und Florian Fuchs mit der Entwicklung einer innovativen, hocheffizienten Wärmepumpe und gründeten das Unternehmen Lambda Wärmepumpen GmbH in Brixen im Thale. Nun wurden im Herbst 2020 die ersten Serienprodukte an ihre Kunden ausgeliefert.Die Luft/Wasser Wärmepumpen des Brixentaler Start-ups sind nachweislich die effizientesten Luftwärmepumpen der Welt und aktuell mit einer Nennheizleistung von 8 kW bzw. 13 kW verfügbar. Es wird eine Stromersparnis von ca. 25 Prozent gegenüber derzeitigen Hocheffizienz- Luftwärmepumpen erreicht, und dies ist sogar energieeffizienter als der Großteil der Erdreichwärmepumpen am Markt.

Möglich wird dies durch den innovativen, selbst entwickelten 3K Prozess. Nach intensiver Entwicklungsarbeit ist es somit nun möglich, den Wärmefluss von der Energiequelle (z.B. Luft) in die Wärmepumpe um das vier- bis sechsfache zu erhöhen.
Diese Innovation verschafft dem jungen Unternehmen nun einen enormen Wettbewerbsvorteil und das Interesse an den Wärmepumpen ist groß.

Bild: Die Gründer Florian Fuchs und Florian Entleitner (Mi.) führten Wirtschaftskammer-Bezirksobmann Peter Seiwald (r.) und Innovationsmanager Andreas Holaus (im Bild v.l.) durch ihre Firma. Foto: WK Kitzbühel

4 Fragen an die Gründer

„Energiewende mitgestalten“ Wie habt ihr gestartet?
Im Zuge von Recherchen zu einer Masterarbeit sind wir auf ein Verfahrenskonzept gestoßen, welches einen deutlich energieeffizienteren Betrieb von Wärmepumpen erlaubt. In der Praxis wurde dieses aufgrund von technischen Hürden nie eingesetzt. Wir haben einen Weg gefunden, diese Hürden zu überwinden. Nach den ersten Versuchen in der Garage war uns klar, dass unser Konzept funktioniert.

Was waren die größten Herausforderungen auf dem Weg in die Selbstständigkeit und bei der Entwicklung?
Eine der größten Herausforderungen war es, auch Forschungs-Fördereinrichtungen in unser Vorhaben miteinzubeziehen. Bis zur Bewilligung hat es über ein halbes Jahr gedauert, wo wir uns in einem Auswahlprozess österreichweit gegen andere Bewerber durchsetzen konnten. Schlussendlich wurden wir sowohl vom Austria Wirtschaftsservice als auch der Forschungsförderungsgesellschaft unterstützt. Bei der Entwicklung des Produktes bestand der größte Aufwand in der Wahl und der Vermessung der richtigen Bauteile für die Serien-Wärmepumpe.

Was treibt euch an?
Eine der wichtigsten Technologien in der Energiebranche und vor allem in der Energiewende mitzugestalten und zu verbessern.

Was sind die nächsten Ziele?
Das nächste Ziel ist die Einführung von zwei leistungsstärkeren Luft-Wärmepumpenmodellen, welche in größeren Gebäuden eingesetzt werden können. Mithilfe des 3K Prozesses können wir auch hier eine neue Benchmark setzten. Außerdem gibt es bislang in diesem Leistungsbereich noch kaum Serienprodukte am Markt, die klimafreundliche Kältemittel verwenden. Im Hinblick auf EU-Regularien, die den Einsatz von klimaschädlichen Kältemitteln in den nächsten 10 Jahren fast vollständig verbieten, ist das ein entscheidendes Kriterium, welches wir durch unsere Spezialisierung auf das natürliche Kältemittel R290 (Propan) erfüllen können. Interview: WK

 
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