14.06.2022
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Hilfsprojekt brachte 100.000 Euro

Sieben Rotary Clubs der Region Tirol Ost haben schier Unmögliches möglich gemacht. Den „Tafeln“ des Roten Kreuzes werden Hygieneartikel im Wert von über 100.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Hopfgarten | Hygieneartikel haben kein Ablaufdatum und werden daher auch nicht an die zwölf Tafeln der Region gespendet. Benötigt werden diese Artikel allerdings dringend, da immer mehr Menschen bei der „Tafel“ einkaufen müssen, um finanziell halbwegs über die Runden zu kommen.

„Dieses Projekt ist ein Profiteur von Corona“, erklärte Thomas Gredler, Rotary Assistent Governor Tirol Ost. Denn während der Pandemie wurden Online-Meetings abgehalten und es kam dabei die Idee eines gemeinsamen Projekts auf. Die Beiträge der Rotary-Clubs von Kufstein, Wörgl-Brixental, Kitzbühel, Lienz, Rattenberg, Schwaz und Zillertal sowie eine Spende des Districts brachten insgesamt 30.000 Euro ein. „Verbindungen zur Firma Hollu und einem deutschen Drogeriemarkt ermöglichten es, dass von diesem Geld Artikel im Wert von über 100.000 Euro an das Rote Kreuz gespendet werden konnten“ schildert Toni Pletzer, ab Juli Präsident des Clubs Wörgl-Brixental.

Zudem versorgten die Rotary-Clubs die Tafeln mit Einkaufstaschen in zwei Größen, sodass sie für die nächsten zwei Jahre das Auslangen finden. „Ich bedanke mich dafür, dass man verzichtet hat, die Logos der Clubs und des Roten Kreuzes auf diese Taschen zu drucken, so ist nicht erkennbar, dass die Menschen bei der Tafel eingekauft haben“, sagte Günther Ennemoser, Präsident des Roten Kreuzes Tirol. Viele Berechtigte finden es nach wie vor beschämend, nicht in normalen Geschäften einkaufen zu können.

Immer mehr kaufen bei den Tafeln ein
Die Unterstützung dieser Teilorganisation des Roten Kreuzes durch die Rotary-Clubs ist nicht neu, immer wieder wurde Geld für diverse Anschaffungen gespendet. Isabella Mitter ist Bezirksstellenleiterin von Kitzbühel und weiß, dass in den vergangenen Monaten die Anzahl der Berechtigten für Bezugskarten für die Tafel um rund 30 Prozent gestiegen ist. Andererseits werden die Lebensmittelspenden durch andere Aktionen weniger und so manche Tafel kann daher nur mehr 14-tägig öffnen.  

„Diese Hilfe ist überwältigend“, bedankte sich Ennemoser bei den Rotariern. Die derzeitigen Vorstände der Clubs sind sich einig, dass man mit dem Projekt durchaus in eine Verlängerung gehen könnte. Brigitte Eberharter

Bild: Projektabschluss „Rotary meets Rotes Kreuz in Hopfgarten“: Die Vertreter aller sieben Rotary Clubs übergaben einen Scheck über 100.000 Euro an Doris Olumba und Günther Ennemoser vom Roten Kreuz. Foto: Eberharter

 
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