04.04.2022
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Hilfsangebot ist groß und kreativ

Mit Deutschkursen in der St. Johanner Homebase sollen erste Barrieren abgebaut werden. Damit noch nicht genug, die Initiatoren Melanie Hutter vom Freiwilligenzentrum und Thomas Brandtner von der Homebase sprudeln gerade so vor Ideen, um den Geflüchteten das Leben im Bezirk zu erleichtern.

St. Johann | In St. Johann werden bereits Deutschkurse für geflüchtete Menschen aus der Ukraine angeboten. Am Mittwoch lernen Jugendliche und Erwachsene unsere Sprache, am Freitag sind die Kinder an der Reihe, wie Melanie Hutter vom Freiwilligenzentrum informiert. Hutter schätzt, dass sich derzeit rund 60 Flüchtlinge im Bezirk befinden, Tendenz steigend. Die Lage ist nach wie vor etwas unübersichtlich.

Freiwillige als Lehrer
Die Deutsch-Kurse werden von Freiwilligen durchgeführt. „Bei den Kursen für die Jüngsten ist auch eine Kindergärtnerin mit dabei“, erzählt Hutter. Das erste Fazit: „Man ist froh, wenn man helfen kann und so zur Integration beiträgt.
Stolz ist man auch über die Unterstützung und Solidarität von Vereinen. Die Naturfreunde freuen sich über ein neues, hochkarätiges Mitglied aus der Ukraine im Orientierungslauf. „Der Junge war ukrainischer Staatsmeister und nahm am Wochenende schon an einem Wettbewerb teil“, berichtet Hutter.

Mit Bus Flüchtlinge abholen
Nächste Woche fährt Wolfgang Gstrein erneut an die polnisch-ukrainische Grenze und nimmt Familien mit in den Bezirk. Wohnungen in St. Johann, Kirchdorf und Going wurden zur Verfügung gestellt, Thomas Brandtner organisiert die Verteilung. „Daher wäre es gut, wenn sich noch Kirchdorfer Ehrenamtliche melden würden“, hoffen die beiden Organisatoren.
Verändert haben die vier Wochen Krieg nicht nur das Land in der Ukraine, sondern auch die Flucht-Situation. „Die Menschen haben am Anfang viele Dinge mitgenommen. Jetzt haben die Flüchtenden meistens nur noch die Kleider, die sie tragen“, erzählt Hutter.

Menschen vernetzen und Barrieren abbauen
Abhilfe versucht man nun in Zusammenarbeit mit dem CarLa Second-hand-Shop und dem Kleidermarkt des Roten Kreuzes zu schaffen. Außerdem werden noch Psychologen gesucht, Dolmetscher sind vorhanden.  „Unsere Hauptaufgabe sehen wir darin, Menschen miteinander zu vernetzen. Wir wollen mögliche Barrieren abbauen und eine Plattform für das Miteinander schaffen“, so Thomas Brandtner von der Hombase.   

Mehr Infos  bei der Homebase oder im Freiwilligenzentrum. Neben regelmäßiger Freiwilligenarbeit, kann man auch ganz spontan helfen. Auch kleine Gesten zählen. Verena Mühlbacher

Bild: Jeden Mittwoch und Freitag lernen Erwachsene und Jugendliche aus der Ukraine Deutsch. Hildegard (stehend) freut sich über das rege Interesse an den Deutsch-Kursen in der Homebase in St. Johann. Foto: Homebase

Außerdem - Wie erkläre ich den Krieg?
Bezirk | Der Krieg in der Ukraine wirft vor allem bei jungen Menschen viele Fragen auf. Wie finden Erwachsene kindgerechte Antworten? Das Jugendrotkreuz Tirol unterstützt Pädagogen und Eltern, wie sie ihren Kindern bewaffnete Auseinandersetzungen und deren Folgen für die Menschheit erklären können.
Je nach Alter des Kindes gibt es unterschiedliche Herangehensweisen. Bei jüngeren Kindern gilt es, ihnen Sicherheit zu vermitteln und komplizierte Zusammenhänge einfach zu beschreiben. Ältere Kinder soll man hingegen vor übermäßigem Medienkonsum schützen.
Alle pädagogischen Materialien sind auf der Homepage des Jugendrotkreuzes unter: www.jugendrotkreuz.at/ukraine abrufbar.

 
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