Kitzbüheler Anzeiger
05.04.2024
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Grünes Licht für Personalhaus

Eine bedeutende Investition in ihre Infrastruktur plant die Bergbahn AG Kitzbühel mit dem Bau eines Mitarbeiterhausessamt Tiefgarage am Hahnenkamm-Parkplatz. Investitionsvolumen: 13,8 Millionen Euro.

Kitzbühel  | Saisonmitarbeiter machen im Winter einen nicht unwesentlichen Anteil des Berg-
bahn-Personals aus. „Wir brauchen die Arbeitskräfte von außerhalb dringend, sonst können wir die Bahnen nicht fahren“, erläutert Vorstand Anton Bodner. Allein heuer habe das Unternehmen mehr als 50 Unterkünfte im gesamten Umkreis angemietet – Tendenz steigend. Der Bedarf liege bei 60 bis 80 Personalzimmern, so der Bergbahn-Vorstand.

Fluktuation der Mitarbeiter
Dass das Kitzbüheler Paradeunternehmen überhaupt Personalunterkünfte benötige, begründet er mit der starken Fluktuation: „Es gibt alle Jahre Anfragen aus den österreichischen Bundesländern, aber auch aus Deutschland. Vor allem junge Menschen möchten gerne für eine Saison nach Kitzbühel zum Arbeiten kommen. Wir brauchen sie dringend.“

„Wertschätzende Unterbringung“
Mitarbeiterwohnungen sind jedoch teuer und in der gesamten Region ein knappes Gut, weshalb die Bergbahn AG jetzt die Initiative ergreift und die Errichtung eines Personalhauses selbst in Angriff nimmt. Am oberen Hahnenkamm-Parkplatz, gleich neben dem Zentralbüro, soll ein Mitarbeiterhaus mit 60 Wohneinheiten entstehen. Vorgesehen sind 50 Einheiten unter 30 Quadratmetern, außerdem weitere zehn Wohnungen mit 45 Quadratmetern, jeweils ausgestattet mit einer Loggia bzw. einem Balkon. „Kein günstiges Projekt, aber wir wollen unseren Mitarbeitern eine wertschätzende Unterbringung anbieten“, sagt Vorstand Bodner. Im Neubau sollen weiters Büroflächen Platz finden und auch die Errichtung einer Tiefgarage ist geplant. Den Standort befindet Bodner als ideal – nicht nur, weil der obere Parkplatz hauptsächlich zu Spitzenzeiten ausgelastet sei, sondern weil für die Mitarbeiter auch die Nähe zum Dienstort  gegeben ist. Eine nachhaltige Bauausführung (Photovoltaikanlage am Dach, Heizung aus Erdwärme und Tiefenbohrung) wird das Zentralbüro mitversorgen und die Gasheizung ersetzen. Die Bauhöhe wird an jene des Verwaltungsgebäudes angepasst, insgesamt soll sich der Baukörper harmonisch einfügen.

Tiefgarage wird schon heuer gebaut
In zwei Baustufen wird das Vorhaben realisiert. Schon heuer steht die Errichtung der Tiefgarage auf dem Programm, 2025 folgt das Gebäude. Bewohnt werden sollen die Wohnungen aber natürlich nicht nur im Winter, sondern über das ganze Jahr, so die Überlegungen der Unternehmensführung. Wohnungsreferentin Hedi Haidegger ist jedenfalls erfreut über den Zuwachs an Personalzimmern in Kitzbühel, wie sie versichert.  

Der Gemeinderat gab grünes  Licht für das Vorhaben und segnete sowohl die Änderung des Flächenwidmungsplans als auch den Bebauungsplan einstimmig ab. Alexandra Fusser

Bild: Der neue Baukörper zwischen dem Zentralbüro und der Talstation der Hahnenkammbahn soll sich harmonisch in die Gesamtansicht einfügen. Schon heuer steht die Errichtung der Tiefgarage auf dem Programm. Grafik: KitzSki/P3 Architekten

 
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