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26.04.2022
News  
 

Große Nachfrage nach Beratungen

Katja Gasteiger, ausgebildetete Demenzberaterin und diplomierte Pflegefachfrau leitet seit einem Jahr die Anlaufstelle Demenz im Bezirk. Hilfestellung gibt es dort für Betroffene und Angehörige, unterstützt wird das Projekt von der Caritas Salzburg. Nun wird das Angebot noch ausgebaut.

Bezirk | Mit Ängsten, Sorgen und auch vielen Fragen wird Katja Gasteiger in ihren Beratungen konfrontiert. Nachdem das Leader-Projekt „Servicestelle Demenz“ ausgelaufen ist, hat die Caritas Salzburg das Projekt finanziell übernommen. Allein im vergangenen Jahr gab es über 250 Psychosoziale Beratungen für Menschen mit Demenz und für Angehörige an den Standorten der Caritas Wörgl und St. Johann, in Hausbesuchen, telefonisch, aber auch immer mehr online.

Pandemie verschärfte die Situation
„Die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen war durch die Pandemie besonders herausfordernd,“ sagt Gasteiger und die Art der Unterstützung musste verändert werden. „Wir haben uns spontan digitale Angebote überlegt.“ Die Caritas hat schon im März 2020 den ersten Online–Kurs für pflegende Angehörige organisiert und professionalisiert diese Angebote laufend. Mittlerweile wird mit „Unalone“, einer geschützten Onlineplattform, kooperiert, auf der Beratungen, Schulungen, Vorträge aber auch schnelle Hilfe über einen Online-Chat angeboten werden.
Besonders stolz ist Gasteiger aber darauf, dass die Servicestelle nun wächst. Mit Susanne Schmidt-Neubauer ist eine echte Expertin mit im Team.

Expertenteam vergrößert
Schmidt-Neubauer ist selbst Angehörige eines Mannes, der in sehr jungen Jahren an Demenz erkrankt ist. Zusätzlich ist sie ausgebildete Edukation-Demenz-Trainerin und wird bei der Caritas Salzburg neben den konventionellen Beratungen vor allem eine „Peer-Group“ aufbauen. In diesen Beratungsformen helfen sich Angehörige untereinander und geben ihre Erfahrungen weiter. „Das ist eine wichtige Ressource für Angehörige. Wenn das Gegenüber selber die Situation erlebt, kann ein ganz anderes, tieferes gegenseitiges Verständnis entstehen“, erklärt Gasteiger und freut sich über das neue Angebot.

Sichtbarmachen der Krankheit
Ein wichtiges Anliegen ist den Expertinnen das Sichtbarmachen der Krankheit. Die beiden Referenten bieten regelmäßig Schulungen in Pflegeeinrichtungen und öffentliche Vorträge zum Thema Demenz an und arbeiten eng mit den Kooperationspartnern der Region und dem Landesinstitut für Integriete Versorgung (LIV) zusammen.

Neue Aufgabe
Katja Gasteiger übernimmt zudem ab April die Leitung der Fachstelle Anghörigenarbeit der Caritas Salzburg und betreut mit ihrer Kollegin Karoline Radauer auch die diversen Angebote in Salzburg. An Arbeit mangelt es nicht. „Es gibt noch sehr viel zu tun im Bereich der Inklusion von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen“ sagt Gasteiger und dennoch gilt es dabei, Hindernisse zu bewältigen. „Um die vielen Ideen in die Tat umzusetzen, müssen wir auch da und dort für die Finanzierungen dieser wichtigen Angebote kämpfen.“ Spenden sind unter Caritas der Erzdiözese Salzburg AT11 3500 0000 0004 1533 Zweck: Angehörigenarbeit/Servicestelle Demenz möglich.

Viele Ideen in den Startlöchern
Damit es bezüglich Inklusion nicht nur bei einer Worthülse beibt, arbeitet die Brixnerin bereits an neuen Ideen. Am 15. Mai ist ein Konzert in der Landesmusikschule Kitzbühel für Menschen mit und ohne Demenz geplant. Gearbeitet wird auch an der Umsetzung eines gemeinsamen Gottesdienstes.
Außerdem wird psychosoziale Beratung bei Verdacht oder Diagnose von Demenz angeboten, ebenso gibt es Kurse pflegende Angehörige in Präsenz oder laufend online. Gerne werden von der Expertin Fragen unter Tel. 0676/848210-336 sowie per Mail an katja.gasteiger@caritas-salzburg.at beantwortet. Verena Mühlbacher

Bild: Susanne Schmidt-Neubauer (l.) und  Katja Gasteiger (r.) beim Praxistag Demenz in Hall.Foto: privat

 
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