27.10.2022
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Goingerin schuf Unglaubliches

Als 20-Jährige hat Manuela Erber-Telemaque unter widrigsten Umständen ihre Lebensvision verwirklicht und einen Kindergarten im Kongo eröffnet.

Going | Heute sichert ein Entwicklungszentrum die Grundversorgung der Menschen in der Region. Bei Familie Erber am Rettensteinhof gibt es keinen Tag ohne Tshumbe seit Tochter Manuela vor über zehn Jahren das Hilfsprojekt „Zukunft für Tshumbe“ gestartet hat.
Bei der Jubiläumsfeier im vollen Kaisersaal in St. Johann präsentierte die nunmehrige Ehefrau und Mutter einer einjährigen Tochter die neuesten Entwicklungen in Tshumbe. Die Besucher erwartete ein besonderes Programm mit Film, Vortrag, Musik, Tanz, afrikanischem Basar, großer Tombola (über 500 Sachpreise), Modenschau und Verpflegung.

In einem beeindruckenden Film, der die Entwicklungen der letzten Jahre dokumentierte, dankte Fabien, Regionskoordinator in Tshumbe, „Mama Manuela“ und ihren Mitstreitern: „Es gibt keine andere Organisation, die so viel erreicht hat!“     
Manuela Erber-Telemaque, Obfrau und Projektinitiatorin, dankte allen für‘s Kommen. „Unser Verein ‚Zukunft für Thsumbe‘ konnte dank großzügigen Spenden, jahrelanger Unterstützung und vielen Helfern bereits einiges zur Armutsbekämpfung tun, aber es ist noch viel Arbeit zu leisten. Neben der finanziellen Hilfe können nur in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung vor Ort infrastrukturelle Verbesserungen zum Wohle aller geschaffen werden.“     

Kindergarten und zwei Schulen gegründet
In einer der ärmsten Regionen der Welt konnten in den letzten Jahren mit Spenden ein Kindergarten, zwei Schulen, eine Krankenstation mit Stillambulanz, ein Garten- und Kochprojekt, drei Trinkwasserbrunnen und drei Werkstätten (Nähen, Flechten, Tischlerei/Zimmerei) aufgebaut werden. „Wir haben mit fünf Mitarbeitern begonnen, heute sind es 80 Mitarbeiter mit einer Ganzjahresstelle, wir sind der größte Arbeitgeber der Region und sind mittlerweile auch mit Autos, Kleinbussen, Fahr- und Motorrädern ausgestattet.“

Vor zehn Jahren wurden im Kindergarten (kleine Lehmhütte) 32 Kinder betreut, heute sind es 110 Kinder. In der Grundschule wurden 2012 80 Kinder unterrichtet, heute sind es 212 Kinder. Im Jahr 2013 startete das Ernährungsprogramm. Heute werden jeden Tag 500 Personen versorgt (eigene Küche ohne Strom). „2012 war die medizinische Versorgung katastrophal, allen können wir heute auch nicht helfen, es gibt viele schwere Krankheiten, Tausende sterben täglich im Kongo“, schildert Erber-Telemaque.
Der Reinerlös der Veranstaltung wird für den Krankenhaus- und Sekundarschulbau verwendet. Nähere Projektinfos unter www.zukunftfuertshumbe.org, Spendenkonto: Sparkasse Kitzbühel, Zukunft für Tshumbe IBAN: AT72 2050 5001 0001 3986. Roswitha Wörgötter

Bild: Das Tshumbe-Team in Tirol, der Vereinsvorstand mit Obfrau/Gründerin Manuela Erber-Telemaque, Hans Erber (Kassier/Buchhaltung), Angelika Erber (Patenschaften/Newsletter), Christine Müllner (Obfrau-Stv.), Magdalena Trixl (Volontariat) und Barbara Rattensberger-Kalteis (Kassier-Stv.). Foto: Wörgötter

 
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