01.11.2022
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Gewitterwolken werden geimpft

Der Chefpilot des Hagelabwehr- und Forschungsvereins Tirol Georg Vogl berichtete im Rahmen der kürzlich abgehaltenen Generalversammlung über die diesjährigen sechs Einsatzflüge seiner Rosenheimer Piloten in Tirol.

Bezirk | Ab dem Jahr 2000 hat der Hagelabwehr- und Forschungsverein Rosenheim sein Schutzgebiet um die Bezirke Kufstein und Kitzbühel erweitert. Bei Anflügen aus dem bayerischen Schliersee über das Achental in den Bezirk Kufstein oder von Reit im Winkl in den Bezirk Kitzbühel werden auch nicht kostenbeitragende Gemeinden mitgeschützt.

„Für die Piloten in der Luft gilt es zu entscheiden, welche hagelträchtige Wolke sie zu bekämpfen haben und nicht, welche Gemeinde die Einsatzkosten bezahlt. Wettermeldungen sind für die Einsatzsteuerung und die Nachbetrachtung der Flüge sehr wichtig. Meldungen aus den Nichtmitgliedsgemeinden des Hagelabwehr- und Forschungsvereins Tirol erfolgen nicht“, so Georg Vogl.

Großteil der Einsätze sind erfolgreich
Bei ca. 80 Prozent der Einsatzflüge war die Hagelabwehr in 22 Jahren bisher erfolgreich. Dies gelang heuer am 5. Juni leider nicht. Die beiden Flugzeuge waren bereits dreieinhalb Stunden in der Luft, um in einem Gewitterkomplex, der von München bis Kufstein reichte, hagelträchtige Wolken zu impfen und damit schwere Hagelschäden zu verhindern. Tiefhängende Wolken weit unter dem Gipfelniveau der Berge hüllten ein Gebiet vom Achensee bis zum Thiersee ein und machten einen Anflug in diese Region bis Kufstein nicht möglich. Teilweise schwere Hagelschäden waren die Folge. Chefpilot Georg Vogl sicherte dem Kufsteiner Verein auch weiterhin die Unterstützung aus Rosenheim zu.

Statutengemäß wurden die Organe des Hagelabwehr- und Forschungsvereins Tirol für vier Jahre einstimmig gewählt.

 
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