08.06.2021
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Frischer Wind bei den Bergführern

Mit der Wahl Thomas Rabls  zum Präsident der Tiroler Bergsportführer soll jetzt wieder Ruhe im Verband einkehren. Der Erpfendorfer stellt sich mit viel Elan der Aufgabe, die rund 2.500 Mitglieder des Verbandes wieder zu einen.

Innsbruck, Erpfendorf | Es sind harte Wochen und Monate, die hinter Thomas „Tom“ Rabl liegen. Der 41-jährige Berg- und Skiführer, Mountainbike-Guide und Schluchtenführer aus Erpfendorf stellte sich als Präsident des Tiroler Bergsportführerverbandes zur Verfügung und musste sich in den vergangenen Monaten einem harten Wahlkampf stellen. Den er am vergangenen Samstag souverän für sich entschied.

Neuwahlen mussten verschoben werden
„Eigentlich waren die Neuwahlen des Präsidiums bereits im vergangenen November geplant. Coronabedingt mussten diese aber verschoben werden, daher hat sich das natürlich jetzt länger hingezogen als gedacht“, schildert Rabl, der sich freut, dass einer umfassenden Erneuerung des Verbandes jetzt nichts mehr im Wege steht.
Beim Verband der Tiroler Bergsportführer handelt es sich um die Dachorganisation der alle Berg- und Schiführer, Berg- und Schiführeranwärter, Bergwanderführer, Sportkletterlehrer, Canyoning- und Schluchtenführer zusammenfasst.

Umfassende Erneuerung des Verbands
„Im Prinzip ist der Verband unsere Interessensvertretung,weil wir ja nicht in der Wirtschaftskammer organisiert sind“, klärt der Erpfendorfer auf. Seine Kollegen seien in der Hauptsache Ein-Personen-Unternehmer.
Er selbst steht inzwischen in der zweiten Periode der Sektion Kitzbühel mit rund 220 Mitgliedern vor und haderte schon länger mit den patriarchalischen Strukturen des Landesverbandes. Bisher gab es immer nur einen Wahlvorschlag, der abgenickt wurde.

Mit eigener Liste zur Wahl
Wäre es nach dem bisherigen Obmann Rainer Gstrein gegangen, hätte man das auch diesmal so gehandhabt und sein bisheriger Stellvertreter Stefan Wierer wäre ihm nachgefolgt. Das allerdings wollten Rabl und seine Mitstreiter so nicht stehen lassen und stellten sich mit einer eigenen Liste zur Wahl. Ein monatelang unerbittlicher Wahlkampf war die Folge.  „Mich hat es erschreckt, dass vielen Mitgliedern gar nicht klar war, dass sie demokratisch entscheiden können. Weil ja bisher immer nur eine Liste zur Wahl stand“, schüttelt Tom Rabl den Kopf.
Vergangenen Samstag fuhr Rabls Liste B im Congress Innsbruck einen Erdrutschsieg ein. Neben ihm standen mit Christian „Hechei“ Hechenberger, Engelbert Prohaska, Reini Precht, Peter Brandstätter sowie Wastl Fürstaller übrigens fünf weitere Bergsportführer aus dem Bezirk auf der Liste. Neben Tom Rabl als Präsident zog Engelbert Prohaska als Vertreter aller Tiroler Bergwanderführer in das Präsidium ein.

Sekretärin gekündigt, Telefon abgestellt
Nach dem überwältigenden Sieg stürzte sich Rabl mit seinem Team bereits am Montag mit Elan in die neue Aufgabe. Da Rainer Gstrein – wie er in einem offenen Brief auf der Homepage des Bergsportführerverbandes informierte – das Büro in Sölden geschlossen hat, ist es Rabls vordringlichste Aufgabe schnellstmöglich das Rad wieder zum Laufen zu bringen.Zumal auch die Geschäftsstellenleiterin (Gstreins Frau Regina), gekündigt ist, der Telefonanschluss abgemeldet und keine Post mehr beantwortet wird. Das Büro soll jetzt zentral in Innsbruck installiert werden. „So wie es auch im Gesetz vorgeschrieben ist“, betont Rabl. Auch soll ein hauptberuflicher Geschäftsführer angestellt werden. Die Mitglieder in den Sektionen sollen bestmöglich unterstützt werden, damit deren Kompetenzen nicht mit bürokratischen Aufgaben vergeudet werden, so das Ziel.

Enge Zusammenarbeit mit Tourismusbetrieben
Rabl ist überdies die engmaschige Zusammenarbeit mit Tourismusbetrieben sowie -verbänden, aber auch den Bergbahnbetreibern wichtig. Ein weiteres Zeil sind klare Honorarstrukturen zur Unterbindung von Dumpingangeboten.Wichtig ist dem neuen Präsidium auch die Neustrukturierung der Ausbildung, aber auch die regelmäßige Kommunikation mit den Mitgliedern. Ein gemeinsames professionelles Auftreten zur Imageaufwertung ist eine weitere Aufgabe.
Tom Rabl wird übrigens den Obmann in der Sektion Kitzbühel zurücklegen, um sich ganz auf die neue Aufgabe zu konzentrieren. Margret Klausner

Bild: Thomas „Tom“ Rabl ist als Führer auch weltweit unterwegs. Foto: Rabl

 
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