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Kitzbüheler Anzeiger
15.11.2023
News  
 

Familie Fabi prägte KTC Geschichte

Im Alter von 90 Jahren ist Artur Fabi im Kreise seiner Liebsten friedlich eingeschlafen. Er war zwischen 1956 und 1992 Platzwart beim Kitzbüheler Tennisclub.

Kitzbühel |  Mit dem Bau des ersten Clubgebäudes im Jahr 1956 begann die Ära der Familie Fabi beim KTC.  In der Wohnung im ersten Stock wohnte Artur gemeinsam mit seiner Frau Rosi und den vier Kindern Manfred, Roswitha, Doris und Alexandria.

Während Artur sich um die Plätze kümmerte, war seine Frau Rosi die gute Seele für den KTC. Sie war für die Platzreservierungen sowie für die Sauberkeit zuständig. Beim Turnier verpflegte sie die Mitarbeiter mit Wurstsemmeln und war für das Waschen der Handtücher zuständig.

Besonders wichtig für Artur war das Wohlbefinden der Mitglieder auf der Anlage. Er pflegte die Gärten und war sehr stolz auf seine Blumen. Bei den sehr vielen Clubabenden, Trainings und Meisterschaftsspielen grillte er höchstpersönlich, und Rosi war für die Bedienung zuständig. Die Blütezeit des Kitzbüheler Tennisclubs in den 60er-, 70er- und 80er Jahren war eng mit der Familie Fabi verbunden. Die Freude für die Spieler, die es schafften, sich bei Artur oder Rosi einen Platz zu reservieren war groß, denn die Plätze waren fast ausschließlich ausgebucht.Besonders offen war Artur für Innovationen. Um die Regenpausen zu verkürzen, entwickelte er Mitte der 80er Jahre die Idee, den Center Court mit einer Abdeckplane abzudecken. Dies hat sich bis heute bewährt. Auch das Abziehen der Plätze mit seiner Puch ist legendär.

Im Jahr 1998 ging der Kitzbüheler in Pension und übergab sein Amt an Fritz Mitteregger. Den Tennisplatz besuchte Artur ab dieser Zeit eher selten. Viel lieber war er auf den Bergen zu finden oder lud seine Nachbarn zum Grillen ein.  Nach dem Tod seiner Frau Rosi im Jahr 2020 lebte Artur ein wenig zurückgezogen in seiner Wohnung. In Erinnerung bleiben viele lustige KTC Grillabende mit Artur und Rosi.
Matthias Wieser

Bild: Artur auf seiner Puch, die er zum Abziehen der Plätze verwendete. Foto: Sturm

 
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