16.03.2015
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Faire Preise für faire Produkte

Erstmals stellen die Grünen auch eine Liste bei der Landwirtschaftskammer. Spitzenkandidat David Hechl und sein Team wollen die Landwirtschaft ökologisch und nachhaltig ertragreich machen. 

Bezirk | Erstmals treten heuer auch die Grünen bei der Landwirtschaftskammerwahl an. Spitzenkandidat ist der gebürtige Kitzbüheler, David Hechl, der in Tösens als Erwerbsbauer tätig ist. Regula Imhof (Bio-Obstbäuerin aus Natters), Bartholomä Obwaller (Bio-Mutterkuhhalter aus St. Jakob i. H.), Josef Holzknecht (Bio-Bauer aus Axams), Hanspeter Foidl (Bio-Bauer aus Reith bei Kitzbühel), Christoph Astner (Bio-Bergbauer aus der Kelchsau) und Andreas Meister (Gärtner und Kleinbauer aus Oberperfuss) komplettieren die Landesliste der Grünen. 

Grüner Fußabdruck in der Landwirtschaftskammer

„Nachdem wir bereits in der Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer gut vertreten sind, wollen wir auch in der Landwirtschaftskammer ein wichtiges Zeichen setzen. Zudem bin ich sehr erfreut, dass die Hälfte der Kandidaten aus dem Bezirk Kitzbühel kommt“, zeigt sich Grünen-Bezirkssprecher Helmut Deutinger erfreut. 

Eine nicht nur politische, sondern auch eine inhaltliche Schief-
lage bemerkt Landtagsabgeordnete Gabriele Fischer in der Landwirtschaftskammer. „Es kann nicht sein, dass bei einer Wahl codierte Antwortkuverts verschickt werden“, kritisiert Fischer. Zudem muss die Beratung für die bäuerliche Bevölkerung besser und nachhaltige Lösungen angeboten werden. „Unser Ziel ist es, einen großen grünen Fußabdruck in der Landwirtschaftskammer zu machen“, sagt Fischer. 

Klare Absage an TTIP

Die Grünen sprechen sich klar gegen das internationale Handelsabkommen TTIP aus. „Wir sind klar gegen dieses Freihandelsabkommen, da unsere Lebensmittelstandards unterlaufen werden und neue Konkurrenz geschaffen wird. Unser Chancen liegen in regionalen Produkten zu fairen Preisen, die jährlich indexangepasst werden. Dafür wollen wir uns in der Landwirtschaftskammer stark machen. Bio, regional und saisonal ist unser Leitmotiv“, ist man sich im grünen Lager einig. 

Faire Preise für faire Produkte

„Es darf nicht sein, dass ein Bauer ohne Förderungen nicht Leben kann. Unser Ziel muss sein, faire Preise für faire Produkte zu erreichen“, fordert die Listenzweite Regula Imhof und fordert auch, dass in der Landwirtschaft eine Ökologisierung stattfindet. „80 Prozent der Landwirtschaft kann biologisch sein. Aber in der Kammer scheint Bio nicht existent zu sein. Bei Anfragen wird man an Bio-Austria verwiesen. Die Mitarbeiter der Kammer müssen auch in Sachen Bio geschult werden“, erklärt Imhof. 

Kritik an der Preis-Kosten Schere kommt von Bartholomä Obwaller. Während die Preise für Holz, Milch und Fleisch unverändert sind, steigen die Kosten mit dem Index. „Es ist hier auch eine Indexanpassung der landwirtschaftlichen Produkte notwendig“, erklärt Obwaller und hofft auf ein Umdenken im Tourismus: „Die Bauern sind auch Landschaftspfleger. Es wäre wünschenswert, wenn die Gastronomie auf der Gegenseite auf regionale Produkte zurückgreifen würde“, sagt Obwaller. E. M. Pöll

Bild: LA Gabriele Fischer, Bartholomä Obwaller und Regula Imhof (v. li.) stellten ihr Programm vor.  Foto: Pöll

 

 

 
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