31.01.2021
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Erstmals vom neuen Starthaus aus

Pünktlich zum 75. Jahr seiner Benützung wurde das legendäre Starthaus auf dem Hahnenkamm erneuert und erweitert. Die Grundfläche blieb gleich, aber es kam ein Stockwerk dazu.

Kitzbühel | Es gehört zum Hahnenkamm-Rennen wie die Mausefalle, die Hausbergkante oder der Zielsprung: das Starthaus auf dem Hahnenkamm. Vor allem der Blick aus dem Start­raum in Richtung Streif ringt auch den größten Helden immer wieder Respekt ab. Nach 74 Jahren entsprach das Gebäude jedoch nicht mehr den Ansprüchen. Vor allem in der Rennwoche kamen die Toiletten und Nassräumlichkeiten an die Grenze ihrer Belastbarkeit. So begannen im August 2020 die Umbauarbeiten an der ursprünglichen Materialhütte.

„Dadurch, dass wir den Sanitärbereich sehr großzügig erweitert haben, hat uns natürlich Fläche gefehlt. So ist die Idee entstanden, einen Stock draufzusetzen“, gibt KSC-Generalsekretär Jan Überall einen Einblick in den Entstehungsprozess. „Unsere Philosophie war stets, dass die Grundmauern des alten Starthauses stehenbleiben. Ebenfalls unverändert im unteren Bereich sind der Start- und Aufwärmraum sowie das kleine Stüberl für Sitzungen“, sagt Jan Überall.
Für große Augen sorgt künftig wohl nicht mehr nur der Blick hinunter zur Mausefalle, sondern auch der große Raum im aufgesetzten 1. Stock: lichtdurchflutet dank einer Glasfront Richtung Steinbergkogel geht der künftige Veranstaltungsraum – zu Kitzbüheler Horn und Wildem Kaiser hin – in eine wunderschöne Terrasse über. „Hier werden vor allem Clubveranstaltungen wie etwa die Gondelübergabe, an den Hahnenkammsieger, stattfinden“, blickt Jan Überall in den kommenden Sommer. Ebendann wird das neue Starthaus auch der Bevölkerung zugänglich gemacht: Im Rahmen der 750-Jahr-Feier der Stadt Kitzbühel wird es von Mitte Juli bis Anfang September eine Medaillenausstellung der KSC-Legenden geben.

Stilistisch erinnert das neue Starthaus an die Tal- und Bergstationen der Hahnenkammbahn, die beide vom Kitzbüheler Maler und Architekten Alfons Walde mit einem Pultdach entworfen wurden. KSC-Präsident Michael Huber freut sich über das „Pultdach in zeitgemäßer Interpretation“ vom Kitzbüheler Architekt Michael Egger. Wichtig war dem Skiclub, dass das erweiterte Gebäude optisch zum Gesamtensemble am Hahnenkamm passt und mit dem Naturmaterial Holz gearbeitet wird. „Das Starthaus ist eine Visitenkarte der Hahnenkamm-Rennen und Kitzbühels“, sagt Michael Huber, und das solle auch so bleiben.

Die Geschichte des legendären Starthauses geht in die Zeit des Zweiten Weltkriegs zurück. Damals diente es als Luftwaffenbaracke. Im Herbst 1946 ist der KSC schließlich an die Stadtgemeinde (als Grundbesitzer) herangetreten und hat gefragt, ob man die Baracke nicht für friedliche Zwecke nützen dürfte. Von da an blieb sie viele Jahre eine Materialhütte, erst in den 1970er-Jahren wurde sie ein Starthaus mit regelmäßigen Erweiterungen – die mit Abstand größte ist nun 2020 erfolgt.

Bild: Das umgebaute Starthaus mit der „Energy Station“ von Red Bull. Foto: Stefan Adelsberger

 
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