30.01.2021
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Einsatzzahlen massiv gesunken

Nicht nur ein ruhiges Hahnenkammrennen liegt hinter den Kitzbüheler Bergrettern, auch in den Skigebieten haben die Retter kaum zu tun. Das hat Auswirkungen auf die Vereinskassen.
 
Kitzbühel | Auch für die Bergretter ist das Hahnenkamm-Wochenende normalerweise eines der intensivsten des Jahres – doch auch hier war heuer alles anders. „Es war sehr ruhig. Die Herausforderung für uns war heuer eher die Einteilung der Dienste“, erklärt Peter Haidacher, der oberste Bergretter des Bezirks. Aufgrund der Programmänderungen galt es zu jonglieren. „Der eine oder andere Bergretter musste sich ja am Montag Urlaub nehmen“, erklärt Haidacher.

Doch die Hahnenkammrennen sind das geringste seiner Probleme. 469 Mitglieder in zehn Ortsstellen gibt es im Bezirk, 391 von ihnen sind aktiv. Die Bergrettung stellt ihre Rechnungen den Verunfallten selbst. „Ein Teil des Geldes bleibt beim Landesverband, ein Teil geht an die jeweilige Ortsstelle“, klärt Haidacher auf. Auch die Pistenrettungen in den jeweiligen Skigebieten sind während der Wintersaison ein gute Einkommensquelle. Die Skigebiete in Waidring oder auch in Kössen rechnen sogar direkt mit den Bergrettungen ab. Doch hier schaut es heuer alles andere als rosig aus, denn die Corona-Pandemie macht auch vor den Bergrettern nicht halt.

Im Jänner 2020 242 Einsätze, heuer nur 27
„Was natürlich jetzt auch komplett ausfällt sind die Bereitschaftsdienste bei den verschiedensten Outdoorveranstaltungen, dank derer die Ortsstellen ein konstantes Einkommen haben“, erklärt der Bergrettungschef. Auch die Einsatzzahlen gehen massiv zurück. So galt es, von 1. bis zum 26. Jänner letzten Jahres 242 Einsätze zu bewältigen, heuer waren es gerade einmal 27 – um satte 215 weniger als noch im Vorjahr. Das hinterlässt natürlich ein massives Loch in der Kassa.
„Die Bergrettung Tirol und die Ortsstellen sind als Verein organisiert. Wir bekommen daher jedes Jahr eine Unterstützung vom Land Tirol und ganz unterschiedlich von den  jeweiligen Gemeinden und Tourismusverbänden“, klärt der Bergrettungschef auf. Doch er befürchtet, dass die Gemeinden heuer auf die Bremse steigen.

Ein wichtiger Teil der Finanzierung sind auch die sogenannten Förderer. Als ein solcher – Informationen dazu gibt es unter www.bergrettung.tirol – sind sie automatisch bergeversichert. „Das werden heuer auch weniger werden, da ja die  Urlauber nicht kommen dürfen und daher eine solche Versicherung nicht brauchen. Da wird es daher viele geben, die sich das sparen“, glaubt der Kitzbüheler. Er appelliert daher an die Einheimischen, ein Förderpaket zu erwerben, um doch noch die größten finanziellen Probleme abwenden zu können. Margret Klausner

Bild: Das Hahnenkammrennen ist für die Kitzbüheler Bergretter eine wichtige Einnahmequelle, auch heuer. Dafür schaut es sonst finanziell nicht sehr rosig aus. Jetzt werden Förderer gesucht.Foto: KSC/Flo Obermoser

 
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