23.12.2021
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Eine Flamme geht um die Welt

Vor 35 Jahren wurde die Aktion Friedenslicht ins Leben gerufen. Seither leuchtet die Flamme aus Bethlehem am Heiligen Abend in vielen Haushalten und übermittelt die Botschaft vom Weihnachtsfrieden.

Bezirk | In unserem weihnachtlichen Brauchtum hat das Friedenslicht längst seinen festen Platz. In den meisten Familien ist es am 24. Dezember zu einem Ritual geworden, eine  Kerze mit dem Friedenslicht anzuzünden und in der Laterne nach Hause zu tragen. Am Heiligen Abend leuchtet es in vielen Haushalten, Einrichtungen und Kirchengemeinden, auf Christbäumen, Kränzen, auf Kerzenständern, in Laternen sowie auf Weihnachtsdekorationen.

Als einmalige Aktion im Jahr 1986 initiiert
In Österreich wird das Friedenslicht von den Feuerwehren, Rot-Kreuz-Dienststellen, auf vielen Bahnhöfen und in den ORF-Landesstudios, aber auch von der Feuerwehrjugend und den Pfadfindern verteilt.
Im Jahr 1986 war das Friedenslicht als einmaliges Vorhaben in Zusammenhang mit der Spendenaktion „Licht ins Dunkel“ gedacht. Doch die zündende Idee des ORF Oberösterreich hat  innerhalb dieser 35 Jahre ein ganzes Lichtermeer ausgelöst - nicht nur hierzulande, sondern mittlerweile rund um den Erdball. Es erinnert Millionen Menschen an die Botschaft vom Weihnachtsfrieden bei der Geburt Christi in Bethlehem und damit an den tiefen Sinn von Weihnachten.

Die Austrian Airlines holen es kurz vor dem ersten Advent alljährlich aus Israel; vom Flughafen Wien tritt es seine Reise rund um den Globus an - in die USA und sogar nach Südamerika. In Österreich wird das Licht über die ÖBB im ganzen Land verteilt, sodass jeder seine Weihnachtskerze daran entzünden kann.

Pfadfinder, die das Friedenslicht traditionell am dritten  Advent erhalten, geben es in die Nachbarländer weiter, etwa an Jugendliche aus Deutschland, Polen, der Ukraine oder Russland.
Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs (1989) wurde  es von 10.000 Menschen auf dem Hauptplatz der südböhmischen Stadt Budweis als Sinnbild der neuen Nachbarschaft und Verbundenheit begrüßt. Es leuchtete auch an der geöffneten Berliner Mauer, auf „Ground Zero“ in New York  und bei den UN-Soldaten auf den Golanhöhen. Der Papst, EU-Kommissionspräsidenten und Königshäuser zählen zu den Empfängern.  

Friedenslicht steht für Zusammenhalt
Corona-Auflagen haben wie schon im vergangenen Jahr die Reise des österreichischen Friedenslichtkindes nach Bethlehem verhindert. Es wurde daher von einem neunjährigen Mädchen in der Geburtsgrotte Jesu entzündet. Angesichts der herausfordernden Corona-Krise steht dieses Licht heuer in besonderem Maße für Zusammenhalt, Solidarität und Hoffnung. Alexandra Fusser

Bild: Die Feuerwehrjugend in Fieberbrunn freut sich auf viele „Abholer“ des Friedenslichtes.Foto: FFW Fieberbrunn

Wo gibt es das Friedenslicht? Verteilung über Feuerwehren
Im Bezirk Kitzbühel wird das Friedenslicht am 24. Dezember hauptsächlich über die Feuerwehren verteilt. In Kitzbühel kann es am Vorplatz des Feuerwehrhauses von 9 bis 11.30 Uhr abgeholt werden. In St. Johann wird die Feuerwehr von 7 bis 15 Uhr am Hauptplatz stehen und das Friedenslicht verteilen. Die klassische Fleischkassemmel wird auch heuer nicht verkauft, trotzdem gibt es einen besonderen „Service“ für St. Johanner: Sie können sich die begehrte Weihnachtsjause mit dem Friedenslicht online bestellen, abholen oder sogar liefern lassen. Infos unter www.feuerwehr-stjohann.at

Die Feuerwehr Waidring bringt allen Waidringern über 70 Jahre das Friedenslicht am 24. Dezember ab 13 Uhr nach Hause. Von 13 bis 15 Uhr kann es im Feuerwehrhaus abgeholt werden, ebenso bei der FF Reith (bis 13 Uhr).
In Fieberbrunn wird es im Zeughaus (8 bis 12 Uhr) sowie in Pfaffenschwendt (8 bis 12 Uhr) verteilt. Zur Ausgabe des Friedenslichts lädt die Jugendfeuerwehr Kirchberg von 7 bis 14 Uhr zum FF-Haus. An allen Standorten gelten die Corona-Sicherheitsbestimmungen (Stand 21. Dezember).

 
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