03.08.2021
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Ein Fahrverbot mit Ausnahmen

Aus dem Auto aussteigen, schnell ein Foto knipsen, wieder einsteigen und weiter zum nächsten Filmmotiv – die Fans des Bergdoktors sind in der Region Wilder Kaiser fleißig unterwegs, um Schnappschüsse von den Drehorten mit nach Hause zu nehmen. Großer Andrang herrscht am Goinger Kirchplatz, wo der Filmgasthof „Wilder Kaiser“ steht.

Going | Von einem regelrechten Parkchaos sprach man in der jügsten Gemeinderatssitzung. 2019 wollte man bereits mit einer Einbahnregelung Abhilfe schaffen. Die Idee kam aber bei den Anrainern nicht gut an, da die Auswirkungen auf sie enorm waren und somit wurde sie wieder verworfen. „Das hat nicht für gute Stimmung gesorgt“, erklärt Ortschef Alexander Hochfilzer im Rückblick.

Stopp für Tagesgäste
Nun wurde über die neueste Lösung eines Fahrverbots mit Ausnahme für Anrainer und Berechtigte, dazu zählen Friedhofsbesucher, genauso wie Tätigkeiten im Gemeindeamt, abgestimmt. Ziel ist, dass der Tagesgast nicht zum Dorfplatz zufahren kann. Somit hofft man, nicht nur dem Parkchaos, sondern auch dem Verkehrschaos im Sinne der Anrainer Herr zu werden. „Jeder von den Anrainern kann bei dieser Regelung tun was er will“, stellt Hochfilzer klar. Die Beschränkungen werden auf vier Zufahrtsstraßen aufgestellt, zusätzlich kommt bei der Gasse vor dem Amt noch ein Stempel hin.

Parksystem nutzen
Bereits in den vergangenen Jahren wurde von Seiten des TVB an einem Parkleitsystem gearbeitet, das nun umgesetzt wurde. Der große Parkplatz fürs Zentrum befindet sich beim Feuerwehrhaus, Parken kann man auch beim Schedererfeld und der Bergbahn. „Der Tagesgast muss auf den ausgewiesenen Parpkpätzen stehen bleiben“, erklärt Bürgermeister Hochfilzer und ergänzt, dass weitere Verschärfungen durchaus folgen können. Für Josef Adelsberger ist es ein Ansatz: „Ich glaube aber nicht, dass sich viel verändern wird.“
Einstimmig hofft man nun, dass man die Situation in den Griff bekommt.Verena Mühlbacher

Bild: Der Goinger Dorfplatz ist ein beliebtes Fotomotiv: Neben der Pfarrkirche (l.) und dem Gemeindeamt (r.) zieht vor allem der in der Mitte liegende Filmgasthof „Wilder Kaiser“  aus dem Bergdoktor die Besucher an, die dort einen kurzen Fotostopp einlegen. Foto: Daniel Reiter / Peter von Felbert, TVB Wilder Kaiser

Aufgefallen - Erweiterung von Friedhof
Zugestimmt wurde im jüngsten Gemeinderat auch der Eweiterung des bestehenden Friedhofs, wobei sich zwei Grundeigentümer äußerst großzügig zeigten, wie die Gemeinderäte mehrmals betonten. Für einen Quadratmeterpreis von 50 Euro wechselten einmal 680 m2 und einmal 33m2  an die Gemeinde. Insgesamt wurden für den Ankauf damit 35.600 Euro bezahlt. Die Gemeinde plant nun, den bestehenden Schotterweg auf der Südseite zu asphaltieren, im Winter wird dieser auch als Schneeablageplatz dienen, Parkplätze sind dort oben keine vorgesehen.

Neugestaltung ausgeschrieben
Bei der bestehenden Mauer auf der Südseite soll ein Durchbruch geschaffen werden, um Platz für neue Urnengräber zu schaffen. Der Bedarf ist groß, derzeit sind nur noch zehn Grabstellen frei. Im ersten Bauabschnitt wird auf 48 neue Grabstellen erhöht. „Wir haben dann lange vorgesorgt“, eklärt GR Manfred Mayr und ergänzt, dass die Fertigteile rund 2,30 Meter breit sind und dann ein Abstand von Modul zu Modul mit 1,40 Meter geplant ist. Im Zuge dessen soll die Sanierung der Aufgangsstiege zur Pfarrkirche sowie Pflasterungsarbeiten auf dem Weg zur Leichenhalle stattfinden. „Hier wollen wir einen barrierefreien Zugang schaffen“, informiert Bürgermeister Alexander Hochfilzer. Angeregt wurde eine Sitzgelegenheit für ältere Bürger. Die Ausschreibung hat bereits stattgefunden. Der Bestbieter liegt bei rund 130.000 Euro. veh

 
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