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Kitzbüheler Anzeiger
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26.01.2023
News  
 

„Ein Drehbuch voller Dramatik“

Sportliche Höchstleistungen vor 85.000 Zuschauern: Die 83. Hahnenkamm-Rennen sind Vergangenheit, doch sie werden wohl als ganz besondere Ski-Festspiele in die Annalen des Kitzbüheler Ski Clubs eingehen.

Kitzbühel | Zu den Hahnenkamm-Rennen schneit‘s, das ist für viele Kitzbüheler so sicher wie das Amen im Gebet. So auch heuer, als nach vier Wochen andauerndem Tauwetter der maschinell erzeugte Schnee aus den Depots zunächst in tagelanger Arbeit in die Pisten geschaufelt und nach den einsetzenden Schneefällen die weiße Pracht in rauen Mengen wieder hinaus befördert werden musste. Es war Professionalität in Perfektion, die der Kitzbüheler Ski Club mit seinen Pistenkommandos und vielen freiwilligen Helfern aufgeboten hatte. Diese Mühen wurden ganz offensichtlich belohnt: Die beiden Abfahrten konnten trotz des  Schneefalls ohne Programmänderungen und Startverschiebungen planmäßig ausgetragen werden und zum Slalom am Sonntag präsentierte sich der Hahnenkamm sogar tief verschneit bei Sonnenschein. „Dieses Drehbuch muss erst erfunden werden“, sagte ein sichtlich enthusiasmierter Michael Huber. Doch auch bei ihm seien die Nerven ob dieser Wetter-Turbulenzen  zum Teil blank gelegen, wie der erfahrene OK-Chef später zugab.  

Die erstmals eingeführte Ticketlimitierung von 25.000 pro Renntag sowie der Online-Vorverkauf wirkten sich auf die Zuschauerzahlen nicht aus  – das Interesse an den
Hahnenkamm-Rennen war ungebrochen: 20.000 Zuschauer am Freitag, 45.000 Zuschauer am Samstag sowie weitere 20.000 Fans am Sonntag. Am Freitag und am Sonntag waren es sogar mehr Fans als im langjährigen Durchschnitt, wie K.S.C.-Präsident Huber zufrieden befand. „Es war in Summe ein unglaubliches Wochenende. Und wir haben den Weg zurück zur Normalität wieder aufgezeigt.“

Huber: „Die Besten haben gewonnen“
Die Jagd nach der Sieger-Gams war an Dramatik nicht zu überbieten: Schon im Abschlusstraining auf der Streif zog sich Topfavorit Aleksander Aamodt Kilde einen Bruch des Handwurzelknochens zu. Am Freitag ging er trotzdem an den Start und entging bei der Einfahrt in den Zielschuss nur „knapp einer Katastrophe“, wie der Norweger später mit eigenen Worten beschrieb. Dem Schweizer Marco Odermatt wurde der Steilhang fast zum Verhängnis. Durch eine übersehene Bodenwelle erlitt er einen Schlag im linken Knie und konnte nur mit einer akrobatischen Meisterleistung einen Sturz verhindern. Vincent Kriechmayr nutzte hingegen die Gunst der Stunde und feierte mit einer nahezu perfekten Fahrt seinen ersten Abfahrtssieg auf der Streif.

Das Slalom-Drama von Manuel Feller
In der selben Tonart ging es beim Slalom am Sonntag weiter, als für den Halbzeitführenden Manuel Feller der lang ersehnte Sieg zum Greifen nah war: Nach nur wenigen Toren fädelte der Lokalmatador allerdings ein – der Traum von der Kitzbüheler Sieger-Gams war für ihn geplatzt. Im Ziel gratulierte er dem Schweizer Daniel Yule zum Sieg und Vorjahres-Sensationsmann Dave Ryding zum zweiten Platz. Nach den Hahnenkamm-Rennen ist vor den Hahnenkamm-Rennen: Die 84. Auflage findet in der Woche vom 15. bis 21. Jänner 2024 statt, gibt der K.S.C bekannt. ahoy, ali 

Mehr zum 83. Hahnenkammrennen liest du in der aktuellen Ausgabe des Kitzbüheler Anzeigers.

Bilder: 1) Der Terminator war schwer beeindruckt: Arnold „Arnie“ Schwarzenegger prostete Aleksander Aamodt Kilde mit dem Glühweinbecher symbolisch zu. Im Vordergrund links: LH Anton Mattle in knalligem Gelb. Foto: Hoyer 2) Ski-Gipfel beim Kitz-Slalom mit OK-Chef Michael Huber, WWP-Boss Harti Weirather und FIS-Präsident Johan Eliasch (von links). Foto: Egger

 
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