06.02.2021
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Ein Budget mit vielen Facetten

Die Marktgemeinde Fieberbrunn erstellt für 2021 ein 17,73 Mio. Euro starkes Budget mit vielen Facetten. Niemand sollte allerdings beleidigt sein, wenn nicht alles umgesetzt wird, so der Tenor im Gemeinderat.

Fieberbrunn | Wie hoch werden die Ausfälle bei Kommunalsteuer und Ertragsanteilen sein? Wie viele der Ausfälle werden durch Bund und Land kompensiert? In jeder Gemeindestube im Bezirk herrscht Verunsicherung – so auch nicht anders in Fieberbrunn.

Eine vorsichtige Planung
Bürgermeister Walter Astner betonte, dass bei der Budgetplanung mit viel Vorsicht agiert wurde: „Sollten befürchtete Entwicklungen eintreffen, wird sich der Gemeindevorstand mit der Lage befassen müssen.“ Auch Gemeinderat Robert Putzer betonte, dass niemand beleidigt sein sollte, falls etwas nicht umgesetzt werden kann.
Im Gemeinderat wurde das Gemeindebudget für 2021 über 17,73 Millionen Euro einstimmig beschlossen. Die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben beträgt laut dem Voranschlag 730.000 Euro. Dieser Fehlbetrag soll mit Darlehen und Entnahmen aus Rücklagen abgedeckt werden.

Investitionen in Feuerwehr und Schulen
Die Fieberbrunner Gemeindeführung hat sich nicht wenig auf die Agenda für 2021 geschrieben, wie der Überblick von Bürgermeister Astner über einmalige Ausgaben zeigt: Für die Planungen der Feuerwehrzentrale wurden 50.000 Euro veranschlagt, zudem bekommen die Florianijünger eine neues LAST-Fahrzeug (Gesamtkosten 137.000 Euro, 62.000 Förderung), wo heuer die erste Zahlung fällig wird.
In den Volksschulen „Dorf“ und „Rosenegg“ wird in die Ausstattung und Technik investiert – wobei die Umstellung auf Erdgas in der VS Dorf vorerst aber verschoben wird. „Das wird sich 2021 finanziell nicht ausgehen“, so Bgm. Astner.

Die Johanneskapelle wird um 30.000 Euro saniert (5.000 Euro Förderung Denkmalamt). Für Investitionen beim Sozialzentrum sind 40.000 Euro, beim Klärwerk 70.000 Euro und beim Haus „Dorfzentrum“ 85.000 Euro vorgesehen.
Beim Bauhof sind noch Restarbeiten zu erledigen (20.000 Euro). In den letzten drei Jahren hat die Gemeinde in den Bauhof 514.000 Euro investiert. „Nun ist der Bauhof zweckmäßig und auch optisch gelungen“, betont Bürgermeister Astner.

Breitband-Offensive
Ein großer Brocken im Budget ist die Breitband-Offensive mit 400.000 Euro. „Aufgrund von Förderungen ist das aber ein Nullsummen-Spiel“, erklärt Bürgermeister Astner. Die Gemeinde hat seit 2016 2,367 Millionen Euro investiert. „Wir sehen das auch als Standardförderung für Betriebe und Haushalte“, betont Bürgermeister Astner.

100.000 Euro für den Lauchsee
Ein großes Thema ist in Fieberbrunn nach wie vor die Schließung des Aubades im Sommer. Wie berichtet, weißt die Badeanstalt hohe Verluste auf. Der Tourismusverband verkauft seinen Anteil an der Freizeiteinrichtung an die Marktgemeinde. Ob und wie es mit dem Aubad weitergeht, ist offen. Fix ist jedoch, dass der Lauchsee aufgewertet werden soll. Dafür veranschlagte die Gemeindeführung 100.00 Euro. „Es wurde schon einiges an Vorarbeiten geleistet. Es soll, attraktiver, für mehr Besucher sorgen“, so Bgm. Astner.

Fieberbrunner Ortskern soll attraktiver werden
Attraktiver sollen auch die Ortseinfahrten West und Ost (Dorfstraße) werden. Hierfür wurden 80.000 Euro budgetiert. Auch ein Begegnungszonen-Check ist geplant.
Den Kopf nicht in den Sand stecken will man bei Veranstaltungen. In die Budgetplanung wurden dafür 43.000 Euro aufgenommen. „Wir sind optimistisch, dass einiges stattfinden kann“, betont Bgm. Astner. Johanna Monitzer

Bild: Fieberbrunn hat sich für 2021 einiges auf die Agenda geschrieben. Foto: rol.art-images

 
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