27.01.2022
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Drei Rennen mit einer Weltsensation

Mit Beat Feuz und Aleksander Amodt Kilde setzten sich zwei aus dem Kreis der Favoriten in der Abfahrt durch. Für die große Überraschung sorgte Dave Ryding aus Großbritannien mit seinem Premierensieg im Slalom.

Kitzbühel | Die arrivierten Läufer setzten sich bei den 82. Hahnenkamm-Rennen eindeutig durch. Der Schweizer Beat Feuz holte nach den zwei Gamsen im Vorjahr, im Schwung des zweifach-Papas (Tochter Luisa kam vergangenen Montag auf die Welt), am Sonntag die dritte Gams nach Hause. Knapp auf den Fersen war ihm sein Landsmann Marco Odermatt. Auch die österreichischen Fans konnten sich über ein Stockerl freuen, nicht die Favoriten Matthias Mayer (zweimal 4.) oder Vincent Kriechmayer (zweimal 13.) setzten sich allerdings durch, sondern Daniel Hemetsberger holte mit Platz drei seinen ersten Podestplatz. Trotz der Startnummer eins war er bereits im Ziel sehr mit seinem Lauf zufrieden. „Super“, lautete das Fazit nach den kräfteraubenden 1,57.58 Minuten auf der Streif.

Freitagsabfahrt mit zwei Sensationen
Mit einer grandiosen Fahrt holte sich am Freitag Aleksander Aamodt Kilde seine erste goldene Gams ab: „Es war so geil zu fahren. Ich bin so stolz.“ Der Norweger siegte vor den Franzosen Johan Clarey und Überraschungsmann Blaise Giezendanner, der mit Startnummer 43 noch Matthias Mayer vom Stockerl verdrängte. Clarey ist damit auch ein Platz in den Geschichtsbüchern sicher, denn nun ist er der älteste Skirennläufer, dem ein Podestplatz gelang. „Ich mag die Piste, ich mag die Atmosphäre - es ist einfach das Land des Skifahrens. Ich genieße das hier,“ sagte Clarey im Siegerinterview, nachdem er vergangenes Jahr schon auf der Streif einen zweiten Platz einheimste. Ein Sieg im Weltcup fehlt ihm noch.

Erster Sieg für Ryding und Großbritannien
Einen Traum erfüllte sich am Samstag Dave Ryding auf dem Slalomkurs am Ganslernhang. Der 35-jährige Brite gewann in einem turbulenten Rennen, das von Ausfällen geprägt war. „Dieser Sieg bedeutet die Welt für mich, denn ich habe nie aufgehört zu kämpfen.“ Dave Ryding sicherte sich somit den ersten Weltcupsieg in der Geschichte für Großbritannien.
Auf`s Stockerl schaffte es auch Wengen-Sieger Lucas Braathen und nach einer fulminaten Aufholjagd im zweiten Durchgang Henrik Kristoffersen (beide Norwegen). Michael Matt fehlten am Ende 13 Hundertstel aufs Stockerl und Johannes Strolz landete auf Platz 5.

Nicht zuletzt freute sich der Ski-Weltverband über wichtige Schlagzeilen durch Ryding`s Sensationssieg bei der  82. Hahnenkamm-Auflage, wie Michel Vion, der Generalsekretär der FIS, erklärte. „Für den Alpinsport ist das perfekt. Großbritannien ist wichtig für uns, was Marketing und Interesse betreffen.“ Verena Mühlbacher

Bild: Aleksander Aamodt Kilde, Beat Feuz und Dave Ryding freuten sich über die goldene Kitzbühel-Gams. Fotos: K.S.C., Jürgen Klecha

 
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