19.01.2023
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Die jungen „Wilden“ auf der Streif

Nicolas Hofer aus Oberndorf und Lukas Kien aus Kitzbühel sowie der Jochberger Anton Aufschnaiter gehen eigentlich bei FIS-Rennen an den Start. Heuer testen sie als Vorläufer die berühmtberüchtigte Streif.

Kitzbühel | Für Dienstag und Donnerstag sind heuer die  Abfahrtstrainings anberaumt. Bevor sich aber die Stars wie Marco Odermatt oder Vincent Kriechmayr heuer aus dem Starthaus stürzen, wagen sich drei junge Vorläufer aus dem Bezirk Kitzbühel sowie drei weitere Vorläufer über die Streif.
Der 20-jährige Nicolas Hofer ist bereits zum vierten Mal dabei, Anton Aufschnaiter, 22 Jahre alt,  zum zweiten Mal und für Lukas Kien ist es heuer gar eine Premiere. Obwohl die drei großen Respekt vor Mausefalle, Steilhang und Hausbergkante auf der wohl schwierigsten Abfahrtsstrecke der Welt haben, überwiegt eine Woche vor dem Trainingsstart ganz klar die Vorfreude. Von Stürzen oder brenzligen Situationen blieben Aufschnaiter und Hofer in den letzten Jahren zum Glück verschont.

Die Laufzeit bleibt ein kleines Geheimnis
Über die Laufzeit der Vorläufer wird öffentlich nicht gerne gesprochen, Nein, es wird sogar ein kleines Geheimnis daraus gemacht. Dies lässt aber vermuten, dass die Zeiten der drei an jene der weltbesten Läufer durchaus heranreichen dürften. Das letzte Risiko wird von den jungen Vorläufern natürlich auch noch nicht genommen. Es geht ja auch hauptsächlich um das Testen der Rennstrecke.
Kaum im Ziel abgeschwungen, laufen sofort die Funkgeräte heiß, damit die Athleten über die Beschaffenheit der Piste und etwaige Problemstellen schnellstens informiert werden. „Wir stehen in ständigem Austausch mit den Rennfahrern und geben ihnen soviel Feedback wie möglich von unserer Fahrt“, schildert Anton Aufschnaiter. Einen Lebenstraum konnten sich die Youngsters bereits im letzten Winter erfüllen.

Vorläufer bei Olympia in Peking
Sie durften die Olympiastrecke auf Befahrbarkeit für die späteren Rennen testen. „Es war eine unglaublich tolle Erfahrung, die wir in China machen durften. Neben Podestplätzen in den FIS-Rennen war das ein ganz besonderes Highlight unserer Karriere. Wir konnten das Olympia-Feeling so richtig aufsaugen“, erzählt Nicolas Hofer begeistert. Neben den Skirennen besuchten die drei Tiroler auch Bewerbe anderer Sportarten. Das Leben im olympischen Dorf konnten sie daher hautnah miterleben.

Der große Traum vom Weltcup lebt
Das ganz große Ziel eines jungen Rennläufers ist und bleibt natürlich der Einstieg in den Weltcup. Aktuell starten die drei Talente bei FIS-Rennen, welche vorwiegend in Österreich, Schweiz, Frankreich und Italien ausgetragen werden.
Mit einigen sehr starken Leistungen konnten sie hier schon aufzeigen und sie standen auch schon in Abfahrt, Super-G, Riesenslalom und Slalom einige Male am Podest. „Natürlich würde ich gerne in die Fußstapfen meines Idols Matthias Mayer treten“, erzählt der Oberndorfer Nicolas Hofer. Platz im Kader wäre ja vorhanden, seitdem der dreifache Olympiasieger aus Kärnten seine aktive Karriere in Bormio beendet hat. Matthias Wieser

Bild: Anton Aufschnaiter, Lukas Kien und  Felix Klingler (knieend, von links) sowie  Valentin Jachmann, Nicolas Hofer und Maximilian Mayrhofer (von links)  starten bei den Hahnenkamm-Rennen als Vorläufer. Foto: Mittermayer-Weinhandl

Angesagt - Zwei Trainings auf der Streif
Bereits am Sonntag wurde für Dienstag und Donnerstag, 17. und 19. Jänner, die ein Abfahrtstrainingsläufe festgesetzt. Start ist jeweils um 11.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Bei wechselnder Wetterlage können sich Programmänderungen ergeben. Auskünfte über www.hahnenkamm.com

 
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